Auf den letzten Drücker ist der Transfer von Kouadio „Manu“ Koné über die Bühne gegangen. Der Mittelfeldspieler wechselt von Borussia Mönchengladbach zur AS Rom. Nur wenige Fohlen spülten mehr Geld in die Kasse.
Nur drei Spieler brachten mehr als 20 Millionen Euro Ablöse
Medizincheck bestanden, Vertrag unterschrieben – der Transfer von Kouadio „Manu“ Koné zur AS Rom ist perfekt. Beide Vereine vermeldeten am späten Freitagabend die offizielle Einigung. Der Mittelfeldspieler unterschrieb bei den Italienern einen langfristigen Vertrag, eine genaue Laufzeit teilte die Roma nicht mit. Nach Angaben der Roma handelt es sich um einen Leihvertrag mit verpflichtender Kaufoption.
Dem Vernehmen nach beläuft sich die Ablösesumme auf 20 Millionen Euro. Über Zusatzzahlungen kann sich die Summe in den nächsten Jahren sogar noch etwas erhöhen. Koné ist damit einer der teuersten Verkäufe in der Geschichte der Borussia, wenngleich auch Konés Ex-Klub FC Toulouse über eine Weiterverkaufsbeteiligung an der Ablöse partizipiert. Der Blick in die Historie zeigt: Nur drei Spieler spülten mehr Geld in die Gladbacher Kasse.
Rekordverkauf ist Granit Xhaka, der 2016 für 43 Millionen Euro zum FC Arsenal ging. Thorgan Hazard war Borussia Dortmund 2019 eine Ablöse von 25,5 Millionen Euro wert. Und auf Platz 3 ein Verteidiger: Für Jannik Vestergaard erzielten die Fohlen im Jahr 2018 insgesamt 23 Millionen Euro, der Däne ging zum FC Southampton.
Auch Milan war dran
Der 23-jährige Koné, am Donnerstag zum ersten Mal in den Kader der französischen Nationalmannschaft berufen, war schon vor einiger Zeit mit einem Wechselwunsch an die Borussen herangetreten. Auch die AC Mailand zeigte starkes Interesse, doch am Ende machten die Römer, in dieser Saison Teilnehmer an der Europa League, das Rennen.
„Manu Koné hat nicht nur bei uns, sondern auch zuletzt bei den Olympischen Spielen gezeigt, was für ein herausragender Spieler er ist“, sagte Borussias Sport-Geschäftsführer Roland Virkus. Und auch wenn man solche Qualität natürlich nur ungern verliert, steht dieser Transfer sinnbildlich für unseren Weg.“ Koné war im Januar 2021 für neun Millionen Euro aus Toulouse verpflichtet worden. Für Gladbach absolvierte der Mittelfeldmann 86 Pflichtspiele und erzielte sechs Tore.
„Ich habe drei tolle und lehrreiche Jahre bei diesem Verein verlebt.“ (Kouadio „Manu“ Koné)
„Mein Weg bei Borussia, welcher mich unter anderem bis in die französische Nationalmannschaft geführt hat, ist nun zu Ende“, sagte Koné. „Ich habe drei tolle und lehrreiche Jahre bei diesem Verein verlebt und möchte mich bei meinen Mitspielern, den Verantwortlichen und den Fans für diese Zeit bedanken“, führte der 23-Jährige weiter aus.
Vor dem Koné-Abschied hatten die Borussen einem Wechsel von Ko Itakura einen Riegel vorgeschoben. Auch die nachgebesserte Offerte der PSV Eindhoven für den Japaner lehnte man ab, womit es dabei bleibt, dass vier Innenverteidiger (Itakura, Nico Elvedi, Fabio Chiarodia, Marvin Friedrich) für die zwei Positionen im Abwehrzentrum zur Verfügung stehen. Denn ein zusätzlicher Abwehrspieler, wie ursprünglich ins Auge gefasst, wird nicht nach Gladbach kommen.
Chiarodia wird zugetraut, sich noch stärker in den Vordergrund spielen zu können
Am vielseitigen Innenverteidiger Kevin Diks (27) vom FC Kopenhagen waren die Fohlen dran, aber die Dänen wollten den Niederländer unter keinen Umständen hergeben und haben einem möglichen Wechsel einen Riegel vorgeschoben. Bochums Bernardo, lange Zeit der heißeste Kandidat, laboriert seit einiger Zeit an einer Knieverletzung. Somit lautet die Formel in der Innenverteidigung weiterhin „4 für 2“ und beinhaltet für ein Talent wie den erst 19 Jahre alten Chiarodia die Chance, sich noch stärker in den Vordergrund zu spielen – was ihm die Borussen auch zutrauen. Die positive Entwicklung des Deutsch-Italieners wird auch ihren Teil dazu beigetragen haben, dass man im Borussia-Park an der aktuellen Konstellation festhält.

