Harry Kane hat am Dienstag nachträglich den Golden Shoe als bester Torjäger Europas 2023/24 erhalten. Der kicker überreichte die Trophäe – die vor ihm schon zwei andere Bayern-Torjäger gewannen.
Auszeichnung in München
Beim Bundesliga-Auftakt in Wolfsburg (3:2) sammelte Harry Kane zwar schon wieder zwei Scorerpunkte, blieb aber ohne Tor. Im Golden-Shoe-Ranking der neuen Saison ist der Angreifer des FC Bayern also erst einmal Verfolger – und doch wieder einer der Top-Favoriten: Kane geht als Titelverteidiger ins Rennen.
An diesem Dienstagabend erhielt der Engländer in der Münchner Allianz-Arena den Golden Shoe als bester Torjäger Europas in der Saison 2023/24. Im Museum des FC Bayern nahm Jörg Jakob, kicker-Chefredakteur und Präsident des Verbands European Sports Media (ESM), der den Goldenen Schuh abgesehen von einer Unterbrechung in den 90ern seit 1968 vergibt, die Ehrung zusammen mit FCB-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen vor.
Kane waren in seiner Bundesliga-Debütsaison zwar Titel mit dem FC Bayern verwehrt geblieben, als Torjäger stellte er seinen Wert aber sofort unter Beweis: Der 31-Jährige, für 100 Millionen Euro von Tottenham Hotspur verpflichtet, gewann mit 36 Treffern nicht nur die kicker-Torjägerkanone, sondern hängte auch international alle ab. Im Golden-Shoe-Abschlussranking ließ Kane Serhou Guirassy (28 Tore), der inzwischen vom VfB Stuttgart zu Borussia Dortmund gewechselt ist, Titelverteidiger Erling Haaland (Manchester City, 27 Tore) sowie Kylian Mbappé (Paris Saint-Germain, jetzt Real Madrid, 27 Tore) hinter sich.
Unterschiedliche Multiplikatoren seit 1997
Mit Gerd Müller (1970 und 1972) sowie Robert Lewandowski (2020/21 und 2021/22) hatten zuvor erst zwei andere Bundesliga-Spieler, beide im Trikot des FC Bayern, die Trophäe gewonnen. Kane würde es seinen beiden Vorgängern gewiss gerne gleichtun und ebenfalls einen zweiten Titel folgen lassen. Rekordsieger ist Lionel Messi, der als Einziger schon sechsmal ausgezeichnet wurde, letztmals 2018/19.
Im Rennen um den Golden Shoe werden alle Erstliga-Tore berücksichtigt, allerdings seit 1997 je nach Stärke der jeweiligen Liga mit 1, 1,5 oder 2 multipliziert.

