Vidovic verlängert bei Bayern und wechselt nach Mainz

Gabriel Vidovic verlässt den FC Bayern zumindest vorübergehend und hofft in Mainz auf mehr Spielpraxis. Der FSV sicherte sich auch eine Kaufoption.

Leihe mit Kaufoption

Auf den beiden Flügeln hat Vincent Kompany beim FC Bayern zahlreiche Auswahlmöglichkeiten, am „Deadline Day“ wurde es auch deswegen eine weniger: Gabriel Vidovic wechselt zunächst auf Leihbasis für ein Jahr zum 1. FSV Mainz 05 und will so in der Bundesliga durchstarten. „Bei Mainz 05 gibt es ideale Voraussetzungen, um mich sportlich weiterzuentwickeln. Es war zudem eine bewusste Entscheidung für die Bundesliga“, so Vidovic.

Teil des Deals ist auch eine Kaufoption – und eine Vertragsverlängerung: Weil Vidovics Arbeitspapier in München nur noch bis 2025 datiert war und eine Leihe dadurch nicht möglich gewesen wäre, verlängerte der 20-Jährige vorab bis Sommer 2026.

Vidovic sammelte bereits Erfahrungen im Europapokal

Vidovic hatte 2016 als Teenager seine Geburtsstadt verlassen und war vom FC Augsburg zum FC Bayern gewechselt. Nachdem er es als Stammspieler der Regionalliga-Mannschaft in der Champions League bereits in den Spieltagskader, aber noch nicht auf den Rasen geschafft hatte, feierte er im April 2022 als 18-Jähriger sein Bundesliga-Debüt, als er im Gastspiel bei Arminia Bielefeld (3:0) kurz vor Schluss eingewechselt wurde. Zwei weitere Joker-Einsätze folgten in den Wochen danach, der vierte am 21. August 2022 beim 7:0-Sieg in Bochum – Assist-Premiere inklusive.

Weitere Bundesliga-Minuten kamen allerdings bis heute nicht mehr hinzu, stattdessen sammelte Vidovic als Leihspieler im Ausland Spielpraxis. 2022/23 absolvierte er 25 Eredivisie-Einsätze für Vitesse Arnheim, in der darauffolgenden Saison kam bei Dinamo Zagreb zum Liga- auch Europapokal-Fußball in der Conference League hinzu. „Gabriel Vidovic bringt eine Menge Talent mit, er ist ein feiner Kicker, technisch immens versiert und spielintelligent. Er hat trotz seines noch sehr jungen Alters schon einiges an Erfahrung in den europäischen Profiligen gesammelt“, erklärt Christian Heidel, Sportvorstand der Mainzer.

Obwohl er sich in der diesjährigen Sommervorbereitung auch beim FC Bayern in den Vordergrund spielte und Kompany seine Entwicklung schätzt, folgt nun eine dritte Leih-Station, erstmals in einer Top-5-Liga. In Mainz dürfte er auf eine ähnliche Entwicklung hoffen, wie sie der ein halbes Jahr jüngere Brajan Gruda nahm. Dieser wechselte für 31,5 Millionen Euro nach Brighton.

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