Beim 1:3 in Freiburg fehlte Woo-Yeong Jeong im Kader der Stuttgarter. Wegen muskulärer Probleme, wie es hieß. Jetzt kommt zudem heraus: Der Südkoreaner steht vor dem Abschied. Union Berlin zeigt Interesse.
Stuttgarts Südkoreaner auf dem Absprung nach Berlin
Die Frage lag auf der Hand und wurde auch prompt nach der Niederlage im Breisgau gestellt: Wo war eigentlich Woo-Yeong Jeong, als der VfB in Freiburg antreten musste? Ausgerechnet gegen seinen früheren Arbeitgeber fehlte der Nationalspieler aus Südkorea im Kader der Schwaben. „Er hatte gestern eine muskuläre Reaktion“, hieß die Erklärung von Sebastian Hoeneß nach der Partie. Eine offensichtlich nicht so schwere, weil sich die Probleme, so der Stuttgarter Cheftrainer weiter, „nicht als strukturell erwiesen haben“. Und überhaupt herrsche bei den Schwaben „natürlich auch ein gewisser Konkurrenzkampf im Kader“.
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Stuttgart hat elf Spieler für vier Positionen
Der dazu führt, dass der Offensivmann, der sowohl hinter und neben einer Spitze sowie auf den beiden Flügeln einsetzbar ist, vor einem Abschied steht. Die Qualität ist hoch, der Konkurrenzdruck nicht weniger. Elf Spieler stehen für vier Positionen im gewohnten 4-2-3-1 zur Verfügung. Für die vorderster Reihe FCA-Neuzugang Ermedin Demirovic, Deniz Undav und Neuzugang El Bilal Touré. Als hängende Spitze Undav, Touré, Enzo Millot, Jeong sowie die Neuzugänge Fabian Rieder (Rennes) und Nick Woltemade (Bremen). Auf dem linken Flügel Chris Führich, Köln-Zugang Justin Diehl und Touré, sowie Jamie Leweling, Silas und Touré auf dem rechten Flügel.
Zwischen Stuttgart und Berlin glühen seit Tagen die Drähte. Jeong will sich verändern, nachdem er auch in der vergangenen Saison nicht zu den Einsatzzeiten gekommen war, die er sich vorgestellt hatte. Ein Grund: seine Abstellungen zur Nationalmannschaft. Im Herbst 2023 fehlte der 24-Jährige wegen seiner Teilnahme an den Asienspielen, Anfang des Jahres folgte die Asienmeisterschaft. Wochen, die ihm fehlten, um sich für eine bessere Position im Kampf um einen Startplatz zu bringen.
VfB zahlte vier Millionen Euro für Jeong
Nach kicker-Informationen erhielt der SC Freiburg im Sommer 2023 eine Sockelablöse von 2,8 Millionen Euro vom VfB. Darüber hinaus wurden weitere Boni vereinbart, unter anderem für eine eventuelle Befreiung vom obligatorischen, langen Militärdienst in Südkorea. Dem Jeong, der bis Juni 2026 an die Schwaben gebunden ist, mit dem Gewinn der Asienspiele entgangen ist. Wodurch sich die Ablöse wiederum auf gut vier Millionen Euro erhöht hat. Geld, das der VfB nicht abschreiben möchte.

