Der Konkurrenzkampf beim SC Freiburg ist weiterhin groß, dennoch könnte in München die gleiche Startelf ins Rennen gehen wie beim erfolgreichen Auftakt gegen Stuttgart.
Müller erneut im SC-Tor – Atubolu erst nach der Länderspielpause
Beim Sport-Club gibt es im Moment wenige Verletzte und dazu einen relativ großen Kader. Deshalb sammelten am vergangenen Wochenende gleich sechs Spieler aus dem Profikader am Sonntag nach dem 3:1 gegen den VfB in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga Spielpraxis. Sie sollten sich so auch für Bundesligaeinsätze empfehlen – eventuell schon am Sonntag (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) beim FC Bayern. Nicolas Höfler, Jordy Makengo, Kenneth Schmidt, Noah Weißhaupt, Eren Dinkci und Johan Manzambi gewannen mit der Zweitvertretung gegen SGV Freiberg in Unterzahl 2:1, nachdem Schmidt Ende der ersten Hälfte die Rote Karte gesehen hatte. Weißhaupt lieferte die Vorarbeit zu beiden Toren.
„Das entspricht unserer Kultur“, sagte SC-Trainer Julian Schuster über die Spielpraxis in der U 23, „das heißt nicht, dass einer weiter weg ist von der Mannschaft.“ Das sei auch als Vorbild für die jungen Spieler wichtig. „Alle in der U 23 würden gerne tauschen und ihre Situation haben.“
Wer es in den Kader für das Spiel in München schafft, ließ Schuster offen, er hat jedenfalls weiterhin Auswahl. Michael Gregoritsch, der sich kurz vor dem Heimspiel gegen Stuttgart im Training einen Muskelfaserriss zuzog, fehlt auch im ersten Auswärtsspiel, dazu kommen Manuel Gulde und Maximilian Philipp, beide mit Rückenproblemen.
Denkbar ist, dass die gleiche Elf beginnt wie beim Sieg gegen den VfB, der laut Schuster für „eine breite Brust“ gesorgt habe: „Der Derbysieg hat uns in gewissen Dingen bestätigt und den Jungs bestätigt, dass sie fit sind.“ Im Tor wird es jedenfalls noch keine Veränderung geben, in dem wird weiter Florian Müller stehen, auch wenn Stammkeeper Noah Atubolu nach seiner Blinddarm-Operation im Training weiter Rückstand aufgeholt hat. Vermutlich ist er nach der Länderspielpause wieder die Nummer eins, wenn er im Testspiel gegen den FC Basel (ohne Zuschauer) zeigen kann, dass er wieder voll einsatzbereit ist.
Noch kein Auswärtssieg beim FC Bayern
In München sind erst mal die Kollegen gefordert, eine jahrelange Negativserie zu beenden. Bislang glückte den Freiburgern in der Liga noch kein Auswärtssieg bei den Bayern. Bei 24 Gastspielen sprangen lediglich drei Unentschieden heraus. Auch Schuster hat damit als Spieler noch nicht beim Rekordmeister gewonnen. „Ich habe noch ein paar Erinnerungen, wie es sich in München anfühlen kann. So soll es sich am Wochenende nicht anfühlen“, hofft er.

