Rosen dankt Hopp und sorgt sich um die TSG

Gut vier Wochen nach seiner Abberufung hat sich Hoffenheims früherer Manager Alexander Rosen erstmals wieder geäußert.

Geschasster Sportgeschäftsführer meldet sich zu Wort

Vor gut vier Wochen hatten die Hoffenheimer Gesellschafter zum Rundumschlag ausgeholt und sich von der sportlichen Leitung getrennt. Der damalige Sport-Geschäftsführer Alexander Rosen wurde ebenso geschasst wie der Technische Direktor Bastian Huber, in der Folge hatte auch der Leiter Profifußball, Pirmin Schwegler freiwillig seinen Posten zur Verfügung gestellt.

Seither rumort es in der Fanszene, die Südkurve hatte sich am vergangenen Wochenende zu einem Stimmungsboykott entschlossen, die Vereinsführung in zahlreichen Bannerbotschaften kritisiert und dazu aufgerufen, bei der Wahl des neue Ersten Vorsitzenden am kommenden Montag, dem ersten offiziellen Kandidaten, der scheidende Sinsheimer Oberbürgermeister Jörg Albrecht, die Stimme zu verweigern. Dem Vernehmen nach hat die Ultraszene einen eigenen Kandidaten positioniert, der bislang aber anonym bleiben will.

Rosen: „Möchte mich im Moment nicht detailliert äußern“

In dieser sensiblen Phase nun meldet sich Rosen erstmals wieder zu Wort, belässt es aber weitgehend bei Andeutungen. „In den vergangenen Wochen erreichten mich zahlreiche Anfragen, ob ich zu den Umständen meiner Freistellung oder den aktuellen Geschehnissen bei der TSG Hoffenheim öffentlich Stellung beziehen möchte. Ich bitte um Verständnis darum, dass ich mich im Moment nicht detailliert äußern möchte, aber ich werde dies zu einem aus meiner Sicht passenden Zeitpunkt nachholen“, kündigte Rosen zumindest an, dessen Vertragsverhältnis mit der TSG noch bis kommenden Sommer besteht.

„Dank gilt ausdrücklich auch Hopp“

Ausdrücklich aber bedankt sich Rosen bei Vereinspatron Dietmar Hopp, bei dem er zuletzt in Ungnade gefallen war. „Da mir Ende Juli leider nicht die Möglichkeit gegeben wurde, ist es mir an dieser Stelle ausgesprochen wichtig, mich bei den vielen Wegbegleitern zu bedanken, mit denen ich in all den Jahren meines Wirkens bei der TSG zu tun haben durfte“, versichert Rosen, „dieser Dank gilt ausdrücklich auch Dietmar Hopp, der mir vor mehr als einem Jahrzehnt außergewöhnliches Vertrauen entgegenbrachte, indem er mir im Alter von 33 Jahren die sportliche Leitung eines Bundesligisten übertrug.“

Rosen blickt mit Sorge auf aktuelle Entwicklungen

Ob und inwieweit das zur Beruhigung der aktuell aufgeheizten Stimmung beitragen kann, bleibt abzuwarten. Schließlich lässt Rosen durchaus auch seine Bedenken durchschimmern, offenkundig mit Blick auf die aktuellen Rekordinvestitionen. „Die TSG wird für mich immer mehr als ein normaler Arbeitgeber bleiben und das nachhaltige Wohl dieses besonderen Klubs lag und liegt mir sehr am Herzen“, erklärte Rosen, „auch wenn ich mit einer gewissen Sorge auf die aktuellen Entwicklungen blicke, wünsche ich vor allem Trainer Pellegrino Matarazzo, der Mannschaft und den vielen großartigen Mitarbeitern alles erdenklich Gute für die bevorstehenden Herausforderungen. Wege gehen auseinander, Wege führen zusammen, was bleibt, sind die Wegstücke, die man zusammen gegangen ist.“

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