Amadou Haidara kann die Nationalmannschaft Malis in der anstehenden Länderspielperiode nicht verstärken. Der Leipziger hat sich im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen eine Gehirnerschütterung zugezogen.
Leipziger reist nicht zur Nationalelf
Wahrhaben wollte es Amadou Haidara nicht, dass das Topspiel in Leverkusen am Samstag schon nach einer Viertelstunde für ihn beendet war. Vor Wut feuerte er eine Trinkflasche weg, als Nicolas Seiwald auf Seiten von RB Leipzig an seiner Stelle eingewechselt wurde.
Spätestens seit Montag ist klar: Gut, dass Trainer Marco Rose, der selbst den Halbzeitpfiff nicht in aktiver Rolle erleben sollte, den Mittelfeldmann zur Vorsicht herausnahm. Wie die Sachsen nämlich mitteilten, hat Haidara eine Gehirnerschütterung erlitten.
In der 12. Minute hatte Bayer-Angreifer Victor Boniface bei einem Fallrückzieher-Versuch seinen Gegenspieler mit dem Fuß am Kopf getroffen – und dafür die vertretbare Gelbe Karte gesehen. Auch ein Platzverweis wäre allerdings im Bereich des Möglichen gewesen.
Leipzig testet gegen Meuselwitz am Mittwochvormittag
Mit der Kopfverletzung fallen die beiden anstehenden Länderspiele für Haidara mit Mali flach. Eigentlich hätte er in der Afrika-Cup-Qualifikation gegen Mosambik (Freitag, 21 Uhr) und am kommenden Dienstag (15 Uhr) in Eswatini auflaufen sollen. Mit 44 Länderspielen (zwei Tore) ist der 26-Jährige eine wichtige Stütze in seiner Nationalelf.
In diese Rolle ist Haidara im abgelaufenen Halbjahr auch endgültig bei RB Leipzig geschlüpft – und aktuell im zentralen Mittelfeld gesetzt. Ob er in knapp zwei Wochen (14. September, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen Union Berlin wieder problemfrei mitwirken kann, steht noch nicht fest.
Das Testspiel des gut in die Saison gestarteten Tabellendritten gegen Regionalligist ZFC Meuselwitz an diesem Mittwoch (11.30 Uhr) wird jedenfalls wie ohnehin geplant ohne Haidara stattfinden.

