Müller wirbt für mehr Spielzeit: „Am liebsten den Ruck schon früher geben“

Erst dominierten die Bayern in Wolfsburg, dann wackelten sie – ehe Routinier Thomas Müller in der Schlussphase per Einwechslung die Wende zum Guten brachte. Eine Rolle, die er nicht einfach so annehmen möchte.

Freund sieht Rekordspieler als „wichtigen Faktor“

Der Spaß vergeht diesem Mann wohl nie, erst recht nicht als alleiniger Rekordspieler mit seit Sonntag 474 Bundesligaspielen für den FC Bayern. „Es war schon alles leicht verschwommen. Im Triebwerk ist es oft heiß …“, flachste Thomas Müller über den Inhalt jenes kleinen Zettels, den er kurz nach seiner Einwechslung aus der Hose gezogen hatte. Und weiter, ohne tiefere taktische Geheimnisse zu verraten: „Es stand drauf, wie wir von der Raufaufteilung nach dem Wechsel spielen wollten. Alles ganz normales Zeugs, nur dass man es mit so einem Zettel besser aufzeigen kann, bevor ich jedem einzelnen da Instruktionen geben muss oder soll.“

Neue Impulse waren zu diesem Zeitpunkt wichtig, denn der Rekordmeister war nach zunächst überlegen geführtem Spiel drauf und dran, dieses aus der Hand zu geben. „Es war halt ein Fußballspiel. Man hat viele verschiedene Phasen gesehen. Einerseits ist es das Schöne am Fußball, andererseits hat es mal wieder aufgezeigt, dass viel möglich ist“, so Müller. „Wir haben das Spiel gut kontrolliert, konnten auch auf 2:0 stellen, taten das aber nicht.“

Müllers Vorschlag für Hand-Elfmeter

Wofür der Ex-Nationalspieler auch jene Szene verantwortlich machte, in der der Unparteiische Daniel Siebert nach einem Handspiel des Wolfsburgers Jakub Kaminski nach 31 Minuten nicht auf Elfmeter entschied. „Es hat wenig mit dem Schiedsrichter zu tun. Die haben es auch nicht leicht“, so der 34-Jährige, der sich aber wünscht: „Bei allem, was mit solchen Blockaktionen zu tun hat, sollte es Elfmeter geben, wenn der Ball in eine gefährliche Zone geht. Es zählt für mich, welche Situation dadurch verhindert wurde. Wenn der Ball Richtung Tor geht und ich ihn blocke, ob absichtlich oder unabsichtlich, dann ist das fahrlässig. Bei einem Foulspiel wird ja auch bewertet, wie ich in die Situation gehe und was durch den Körperkontakt verhindert wird, den ich da eingehe.“

Maier und Müller: „Einen richtigen Bayern kann man eh nicht verpflanzen“ (k+)

Dennoch habe sein Team im zweiten Durchgang die schwierige Phase gemeistert. „Wir kommen aus der Halbzeitpause, auf einmal steht es 2:1 für Wolfsburg und wir haben selbst gut mitgeholfen, da muss man ehrlich sein.“ Aber: „Was man immer sieht, auch in den Spielen in der Vorbereitung, ist die Mentalität.“ Dies sei eine wichtige Basis.

„Am besten von Beginn an“

Dass der FC Bayern am Ende gegen den VfL von 1:2-Rückstand auf 3:2-Sieg umstellte und triumphierte, hatte nach Einschätzung von Sportdirektor Christoph Freund erheblich mit der Hereinnahme von Müller nach 65 Minuten zu tun. „Thomas hat richtig gut wieder Energie hereingebracht, hat die Mannschaft wieder gepusht, war an allen entscheidenden Szenen mit dabei.“ Auch vor dem dritten Tor, bei dem Müller sich nicht fallen lassen und eine Gelbe Karte für den Gegner geholt habe, sondern den Ball auf Harry Kane weiterleitete. Freund: „Ich glaube, in den entscheidenden Szenen tut Thomas Müller der Mannschaft mit seiner Routine, seiner Überzeugung und Spielfreude einfach gut. Er war ein wichtiger Faktor, dass wir das Spiel gedreht haben.“

Die Rolle als gewinnbringender Einwechselspieler ist freilich nicht ganz nach dem Geschmack des Spielers, auch wenn für alle sichtlich dank seiner Präsenz ein Ruck durch das Bayern-Spiel gegangen war. „Mir wäre am liebsten, ich könnte diesen Ruck schon ein bisschen früher geben“, betonte Müller. Es gibt im Profifußball kein Anfreunden von Rollen. Du musst jedes Spiel bereit sein, alles reinzuhauen. Und der Trainer bestimmt, wie viel Spielzeit du kriegst. Für uns Spieler geht es darum, uns immer wieder so zu qualifizieren, dass der Trainer uns am besten von Beginn an aufstellt. Das ist das Spiel.“

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