Gerade in der Defensive hat Hoffenheims Trainer Pellegrino Matarazzo in den vergangenen Tagen einige Optionen dazugewonnen. Anton Stach könnte dennoch seinen Posten in der Innenverteidigung behalten – und wird von seinem Coach in höchsten Tönen gelobt.
Hoffenheims Trainer „überrascht“ von Shopping-Tour
Mit dieser Art von Investment hatte Pellegrino Matarazzo offenbar selbst nicht gerechnet. „Ich bin überrascht, dass wir so viel Geld in die Hand genommen haben“, sagte der Hoffenheimer Cheftrainer auf der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) über die jüngste Einkaufstour seines Vereins.
Am vergangenen Freitag hatte die TSG für fünf Millionen Euro Haris Tabakovic von Hertha BSC geholt, zuletzt folgten die Abwehrspieler Robin Hranac (acht Millionen) und Valentin Gendrey (inklusive Boni bis zu zehn Millionen Euro). Davor hatte die TSG bereits Adam Hlozek zum teuersten Transfer der Klubgeschichte gemacht. In den letzten Tagen des Transferfensters könnten noch weitere Kandidaten dazukommen.
„Warum und wie“ die jüngste Shopping-Tour zustande kam, „dafür bin ich der falsche Ansprechpartner“, meinte Matarazzo. „Aber es gibt sicher Gründe, warum man so viel Geld ausgeben muss für Transfers. (…) Die Jungs geben uns Breite, sie stellen Konkurrenzkampf dar und darüber kann man sich als Trainer nur freuen.“ Ob einer der neuen Spieler am Samstag in Frankfurt sein Debüt geben wird, ließ der TSG-Coach aber offen. „Ich schließe nicht aus, dass am Samstag ein neues Gesicht aufläuft“, bekannte er zwar, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.
Gerade Hranac könnte für Bewegung sorgen, wenn er auf eine Position in der Hoffenheimer Dreierkette rücken sollte – zumal in deren Zentrum bislang in Anton Stach ein gelernter Mittelfeldspieler auflief. Diesem hatte er nach dem Kiel-Spiel eine Leistung „zwischen Genie und Wahnsinn“ attestiert, einige Tage später beschränkte sich Matarazzo hauptsächlich auf Ersteres: „Man kann nicht übersehen, was für Aktionen er hinten hat“, lobte der US-Amerikaner. „Das geht in Richtung Weltklasse.“
Weltklasse, diese Wortwahl hatte Matarazzo bereits nach dem 3:2-Sieg über den Aufsteiger getroffen, allerdings auch eingeschränkt, dass Stach „bei einigen Aktionen noch etwas Zeit“ brauche. Nichtsdestotrotz sehe er „ein brutales Potenzial“ beim zweimaligen deutschen Nationalspieler in der neuen Rolle, bekräfitgte er nun.
Ob Stach dort auch nach Hranacs Ankunft bleiben wird, wollte Matarazzo noch nicht sagen. „Ich weiß auch, dass er für uns auf der Sechs sehr wichtig sein kann“, merkte der Coach an. Dort spielte gegen Kiel Florian Grillitsch – der ebenfalls eine Vergangenheit als zentraler Mann in der Dreierkette hat. Die soll sich allerdings nicht wiederholen. „Ihn sehe ich im zentralen Mittelfeld, da sehe ich seine Stärken“, so Matarazzo.

