Vor einem Jahr bereits hatte RB Leipzig vehement und vergeblich um Lutsharel Geertruida geworben. Jetzt könnte der zweite Anlauf zum Erfolg führen.
RB Leipzig rüstet sich für eventuellen Simakan-Abgang
Eigentlich waren Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer und Sportdirektor Rouven Schröder nach der Ausleihe von Arthur Vermeeren von Atletico Madrid am Montag davon ausgegangen, damit den letzten Neuzugang vor Schließung des Transferfensters verpflichtet zu haben. Doch der auf den letzten Drücker mit Vehemenz vorgetragene Abwanderungswunsch von Abwehr-Allrounder Mohamed Simakan, den es nach Saudi-Arabien zu Al-Nassr FC zieht, hat noch einmal für hektische Betriebsamkeit bei den sportlichen Verantwortungsträgern von RB Leipzig geführt.
RB stellt zwei Bedingungen
Bei RB ist man unter zwei Bedingungen bereit, den 24-jährigen Franzosen ziehen zu lassen. Die erste Bedingung, eine Ablösesumme weit über dem Marktwert, scheint in greifbarer Nähe. Dem Vernehmen nach sollen die Saudis bereits sein, 45 Millionen Euro für Simakan zu bieten. RB hatte ihn vor drei Jahren für 15 Millionen Euro aus Straßburg geholt und mit einem bis 2027 datierten Vertrag ohne Ausstiegsklausel ausgestattet.
Die zweite Bedingung, auf die Schnelle noch adäquaten Ersatz zu finden, scheint aktuell noch das größere Problem. Einer der Topfavoriten ist nach kicker-Informationen der Niederländer Lusharel Geertruida (24). Der elfmalige Nationalspieler und EM-Teilnehmer stand schon im Vorjahr auf der Wunschliste von RB. Da war man sich mit dem Rechts- und Innenverteidiger bereits über einen Fünf-Jahres-Vertrag einig und bereit, eine Sockelablöse von 30 Millionen Euro an Feyenoord Rotterdam zu überweisen. Doch weil der Klub von seiner 36-Millionen-Forderung nicht abrückte, brach RB die Verhandlungen ab und wurde sich stattdessen mit Castello Lukeba von Olympique Lyon einig. Ein Glücksgriff, wie sich im Rückblick herausstellte.
Ob der zweite Anlauf bei Geertruida zum Erfolg führt, wird sich am Freitag zeigen. Die Bemühungen um den portugiesischen Alternativ-Kandidaten Antonio Silva (20) von Benfica Lissabon gestalten sich aktuell schwierig und kostspielig. Da der Vertrag von Geertruida bei Feyenoord im nächsten Jahr ausläuft, wäre er sicherlich die günstigere Variante.

