Leipzig vor nächstem Durchbruch: Vermeeren will zu RB

RB Leipzig hat sich im Kampf um Arthur Vermeeren (19) offenbar gegen Bayer 04 Leverkusen durchgesetzt. Der Belgier soll der neue Hoffnungsträger fürs defensive Mittelfeld werden.

Belgiens Jungstar entscheidet sich wohl gegen Leverkusen

Der träge und zähe Saisonauftakt gegen den VfL Bochum (1:0) hatte die Verantwortlichen von RB Leipzig nochmal in ihrer Einschätzung bestätigt, dass im defensiven Mittelfeld noch eine Verstärkung nötig ist. Schon seit Längerem kämpfen die Sachsen deshalb um den erst 19-jährigen Arthur Vermeeren von Atletico Madrid, jetzt ist offenbar der Durchbruch gelungen.

Nach Angaben der spanischen Sportzeitung Marca und des Transfer-Experten Fabrizio Romano hat sich der Belgier für einen Wechsel zu RB entschieden. Die von den zwei gewöhnlich gut informierten Quellen zuerst vermeldete Nachricht deckt sich auch mit Informationen des kicker.

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Noch ist der Wechsel nach kicker-Informationen nicht über der Bühne, noch müssen sich erst noch beide Klubs verständigen. Leipzig strebt einen Kauf oder eine Ausleihe mit Kaufoption oder Kaufverpflichtung an. Die nötigen Mittel hätten die Sachsen zur Verfügung, da dank des Verkaufs von Dani Olmo zum FC Barcelona das aktuelle Transferplus bei rund 30 Millionen Euro liegt und durch die angestrebten Abgabe von André Silva noch erhöht werden könnte. Auf eine reine Ausleihe ohne weitere Zugriffsmöglichkeit, auf die man sich bei Xavi mit Paris St. Germain verständigt hatte, werden sich die Leipziger Entscheider bei Vermeeren wohl nicht einlassen.

Auch Leverkusen war um Vermeeren bemüht

Vermeeren war erst im Winter von Royal Antwerpen zu Atletico gewechselt, kam aber in der vergangenen Saison nur auf fünf Pflichtspiele für Madrid. Zum Saisonstart in Villareal war er ohne Einsatz im Kader, beim anstehenden Duell gegen Girona am heutigen Sonntagabend soll er nicht mehr im Kader stehen. Dies ist ein deutliches Zeichen, dass sich ein Abgang des viermaligen Nationalspielers ankündigt. Vor allem Bayer 04 Leverkusen hatte sich bis zuletzt ebenfalls ernsthaft um Vermeeren bemüht, auch Klubs aus Frankreich (Marseille) und Spanien (Valencia) sollen interessiert sein.

„Fakt ist, dass wir auf der Zugangsseite noch etwas machen wollen“, hatte Sportdirektor Rouven Schröder am Samstag angekündigt. In den Gesprächen mit dem vom ehemaligen RB-Coach Domenico Tedesco bereits viermal im belgischen Nationalteam eingesetzten Vermeeren lockt Leipzig mit zwei belgischen Teamkollegen (Lois Openda, Maarten Vandevoordt), vor allem aber mit der Aussicht, dass Vermeeren in Leipzig deutlich mehr Aussichten auf Spielzeit hat als in Leverkusen.

Während der Titelverteidiger schon jetzt über ein qualitativ und quantitativ hochklassig besetztes Mittelfeldzentrum verfügt, herrscht gerade da bei RB Handlungsbedarf. Da Xaver Schlager wegen seines Kreuzbandrisses noch bis in den November hinein fehlen wird, stehen Rose lediglich Amadou Haidara, Nicolas Seiwald und Kevin Kampl zur Verfügung. Gegen Bochum musste in der zweiten Halbzeit Defensiv-Allrounder Benjamin Henrichs aushelfen.

Vermeeren wäre nach Xavi (21), dem aus Brügge geholten Antonio Nusa (19) sowie dem vom FC Schalke 04 verpflichteten Assan Ouedraogo (18) der vierte Jungstar, den man zumindest temporär an sich bindet.

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