Leihe mit Kaufpflicht: Kossounou vor Wechsel zu Atalanta

Er ist der Wechselkandidat Nummer 1 in Leverkusens Innenverteidigung. Jetzt seht Odilon Kossounou kurz vor einem Wechsel Atalanta Bergamo. Der Europa-League-Sieger möchte den Ivorer für eine Saison ausleihen, ginge aber gleichzeitig eine einsatzabhängige Kaufpflicht ein.

Noch keine Nachfolgeregelung in Leverkusens Innenverteidigung

Immer wieder waren Informationen zu dem Interesse englischer Klubs wie Crystal Palace an Odilon Kossounou in den vergangenen Wochen aufgepoppt. Zuletzt war es aber ruhig geworden um den 23-jährigen Innenverteidiger, der jetzt kurz vor einem Wechsel zu Atalanta Bergamo in die italienische Serie A steht.

In den weit fortgeschrittenen Verhandlungen zwischen den Klubs – Sky vermeldete sogar bereits eine komplette Einigung aller Beteiligten – geht es um eine einjährige Leihe des Rechtsfußes für eine Gebühr von fünf Millionen Euro. Darüber hinaus hat Bayer 04 für den Deal eine Kaufpflicht für die Italiener ausgehandelt. Greift diese, soll Atalanta angeblich weitere 25 Millionen Euro zahlen, so dass am Ende eine Gesamtpaket von 30 Millionen Euro steht.

Diese Summe dürfte nächstes Jahr auch fließen, da die Obligation einsatzabhängig ist und relativ wenig Auftritte Kossounous notwendig sein sollen, um diese zu aktivieren. Dennoch wäre das Ablösepaket dann ein relativ kleines. Hatte Kossounou, im Winter vom kicker in der Rangliste des deutschen Fußballs noch als bester Innenverteidiger in der Liga ausgezeichnet, den Werksklub 2021 bei seinem Wechsel vom Club Brügge nach Leverkusen doch 23 Millionen Euro Ablöse gekostet.

Blackout-Auftritt bei West Ham ließ Kossounous Marktwert sinken

Der relativ niedrige Erlös lässt sich am ehesten damit erklären, dass Kossounou nach dem Gewinn des Afrika-Cups mit der Elfenbeinküste Anfang des Jahres in Leverkusen seinen Status als unumstrittener Stammspieler verlor, meist der damaligen Bayern-Leihgabe Josip Stanisic den Vortritt lassen musste. Zudem hatte sein Blackout-Auftritt im Viertelfinal-Rückspiel bei West Ham United (1:1) in der Europa League (kicker-Note 6) seinen Wert auf dem englischen Markt deutlich geschadet.

Das Wissen um seinen in den vergangenen Rückrunde nicht sicheren Stammplatz soll Kossounous Wechselwunsch genauso geschürt haben wie die Tatsache, das sich in der Vorbereitung abzeichnete, dass Trainer Xabi Alonso auch zum Pflichtspielstart keinen Startelfplatz für den Abwehrspieler mit dem enormen Potenzial vorgesehen hatte.

Geht der Wechsel über die Bühne, steht der Bundesligist unter Zugzwang, bis zum Freitag, an dem das Transferfenster in der Bundesliga um 18 Uhr schließt, einen hochkarätigen Innenverteidiger als Ersatz für Kossounou zu verpflichten.

Wer die Lücke füllt, ist offen. Bislang war nur bekannt, dass der ablösefreie Joel Matip (33, zuletzt FC Liverpool) kommen sollte, falls Abwehrchef Jonathan Tah den Klub noch verlässt. Dass Matip jetzt auch als Kossounou-Ersatz infrage kommt, gilt als alles andere als sicher.

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