Eintracht Frankfurt hat Wechselkandidat Faride Alidou (23) kurz vor Ende der Transferfrist noch abgegeben. Der Offensivspieler wechselt auf Leihbasis für eine Saison zu Hellas Verona, das anschließend eine Kaufoption hält.
Hellas Verona erhält Zuschlag
Ein Wechsel hatte sich bereits geraume Zeit abgezeichnet, kurz vor Bundesliga-Start dann auch ein konkreter Abnehmer. Wie erwartet erhält Hellas Verona den Zuschlag für Faride Alidou. Der Linksaußen wird für eine Saison ausgeliehen, anschließend kann der Serie-A-Klub den ehemaligen Hamburger per Kaufoption fest verpflichten. Diese liegt laut übereinstimmenden italienischen Medienberichten bei vier Millionen Euro.
„Für Faride ist es aktuell sehr wichtig, regelmäßig Spielzeit zu erhalten und sich im Wettbewerb zu messen. Bei Hellas Verona kann er in einer starken und spannenden Liga weitere Erfahrungen sammeln. Wir wünschen ihm eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison in Italien“, lässt sich Eintracht-Sportdirektor Timmo Hardung in einer Pressemitteilung zitieren.
Durchbruch am Main bleibt aus
Im März 2022 war die halbe Bundesliga hinter Alidou her, das Rennen aber machte die Frankfurter Eintracht. Frühzeitig sicherte sich die SGE damals – ablösefrei – die Dienste des Flügelstürmers. Alidou sollte die Eintracht-Offensive laut Sportvorstand Markus Krösche „noch variabler und unberechenbarer“ machen.
Die Realität aber war eine andere. In seiner ersten Saison am Main kam Alidou auf 15 Bundesliga-Einsätze, bei denen er allesamt nur als Joker zum Zug kam. Die magere Ausbeute: kein Tor und nur ein Assist. Die interne Konkurrenz war zu groß für Alidou, den die Eintracht deswegen im Sommer 2023 an den 1. FC Köln auslieh.
Hellas mit Ausrufezeichen zum Start
Der spätere Bundesliga-Absteiger sicherte sich eine Kaufoption, Frankfurt eine Rückkaufoption. Tatsächlich waren in Köln die Dienste Alidous deutlich mehr gefragt: 26 Bundesliga-Einsätze, davon 14-mal in der Startelf, sprechen dafür. Vier Tore erzielte Alidou für den FC (kicker-Notenschnitt 4,24).
Anfang Juni dieses Jahres stand dann fest, dass Alidou nach dem bitteren Gang in die 2. Liga keine Zukunft mehr in Köln besitzt und nach Frankfurt wird zurückkehren müssen. Die Vorbereitung machte Alidou noch mit, wird nun aber erneut verliehen.
In Verona stößt er zu einem offensichtlich funktionierenden Gebilde: Zum Saisonstart setzte Hellas ein Ausrufezeichen mit einem überzeugenden 3:0-Heimsieg gegen die SSC Neapel bei Antonio Contes Liga-Debüt.

