Kircher kritisiert VAR-Eingriff in Gladbach: „War erschrocken, dass Unterbrechung kam“

Der VAR-Einsatz vor dem Leverkusener Strafstoß zum 3:2-Siegtreffer in Gladbach sorgte für helle Aufregung. Jetzt meldete sich Schiedsrichter-Boss Knut Kircher im Doppelpass zu Wort und stützte mit seiner Einschätzung die Kritik, die der kicker am Samstagvormittag geäußert hatte.

Keine eindeutige Situation

Hatte Ko Itakura den Ball gespielt? Oder war es doch Leverkusens Amine Adli, der danach vom Japaner im Gladbacher Strafraum am Fuß getroffen wurde? Einen eindeutigen Beweis dafür, dass Schiedsrichter Robert Schröder mit seiner ersten Entscheidung, das Spiel weiterlaufen zu lassen, falsch lag, gab es auch am Sonntag nicht.

Und so räumte Knut Kircher, der Boss der deutschen Schiedsrichter am Sonntagmittag im Doppelpass ein, dass der VAR-Eingriff falsch war, der am Freitagabend dazu geführt hatte, dass Schröder in der Schlussminute sein erstes Urteil revidierte und auf Strafstoß für Bayer 04 entschied.

„Ich habe mir das Spiel auch angeschaut und habe mir gedacht: Coole Abwehraktion, toll geklärt“, sagte der ehemalige Referee, „und war dann auch etwas erschrocken, als wenig später diese Unterbrechung kam.“ Der Grund dafür: Auch Kircher fehlte der Beweis für die klare Fehlentscheidung.

„Eindeutig ist es nun wirklich nicht“

Deshalb stimmte er der These zu, in solchen Fällen, die im Graubereich liegen, sich auf die Schiedsrichterentscheidung im Spiel zu verlassen und auf den VAR-Eingriff zu verzichten. „Haken dran! „, so Kircher, der die Szene eindeutig einordnete: „Ich habe die Bilder gesehen und gedacht, eindeutig ist es nun wirklich nicht.“ Sein eindeutiges Urteil zur uneindeutigen Szene: „Fehler passieren.“

Eine Erkenntnis, die den Gladbachern nicht mehr hilft. Aber es waren in diesem Fall zumindest klare Worte des Schiedsrichter-Bosses des DFB, die die Problematik mit dem Einsatz des VAR noch einmal deutlich unterstreichen. Und die den Verbesserungsbedarf belegen, weil dieses Instrument zur Gerechtigkeitsfindung auch in der achten Saison in der Bundesliga von den Schiedsrichtern und ihren Assistenten auf keinem zufriedenstellenden Niveau angewendet werden kann.

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