Gibt es noch Abgänge beim VfB Stuttgart? Was machen die Verletzten und wie sieht es bei den Neuzugängen aus? Trainer Sebastien Hoeneß gab am Donnerstag ein umfangreiches Update.
Wie es mit Silas, Al-Dakhil, Touré und Co. weitergeht
Der VfB Stuttgart hatte zuletzt zwar zahlreiche Neuzugänge vermeldet, dennoch gingen Trainer Sebastian Hoeneß in der Abwehr die Alternativen aus, während es in der Abteilung Offensive Gedrängel gab und geben wird. Ist der Kader jetzt also zu groß oder zu klein? „Vorne eher zu viel, hinten aktuell definitiv zu wenig“, kommentierte Hoeneß am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Mainz (Samstag, 15.30 Uhr LIVE! bei kicker). „Es liegt daran, dass zu viele Spieler nicht zur Verfügung stehen.“
Grundsätzlich sei er mit der Größe des Kaders zufrieden. „Die Spieler müssen das Gefühl haben, dass sie sich über gute Trainingsleistungen durchsetzen können. Das ist schon noch gegeben“, findet Hoeneß. Allerdings wird es vorne schon eng. Denn während Stürmer El Bilal Touré im Pokal in Münster (5:0) wegen fehlender Dokumente noch fehlte, wird er am Wochenende wohl einsatzbereit sein. Mit dem Visum sehe es gut aus, verriet Hoeneß und ergänzte: „Wenn es rechtzeitig da ist, wird er dabei sein.“
Was wird aus Silas?
Immer dünner wird die Luft dagegen für Silas. Trotz guter Vorbereitung spielt er bisher keine Rolle, machte zudem bei seiner einzigen Einwechslung im Supercup in Leverkusen eine unglückliche Figur. „Laufbereitschaft und taktische Disziplin sind Themen, an denen wir arbeiten“, sagte Hoeneß über den 25-Jährigen. „Er verhält sich korrekt und lässt sich nicht hängen.“
Der Kongolese dürfte zwar kaum mit seiner Rolle als Reservist zufrieden sein, ein Wechsel scheint allerdings zumindest derzeit nicht akut. „Ich habe keine Signale in diese Richtung bekommen“, so der Coach, der aber grundsätzlich nicht ausschließen wollte, dass bis Freitagabend noch ein Spieler gehen könnte.
Vagnoman vor Comeback
Das scheint für die Defensive ausgeschlossen, denn dort wird der VfB von Verletzungen geplagt. Doch die Lage scheint sich zu entspannen. Josha Vagnoman steht nach seiner Mittelfußverletzung vor dem Comeback. „Er ist so weit, dass er in den Kader rutschen könnte, und wenn das der Fall ist, trauen wir ihm auch zu, dass er spielen kann. Er wird aber sicher nicht starten oder zu lange auf dem Platz stehen“, macht Hoeneß zumindest ein wenig Hoffnung.
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Dan-Axel Zagadou ist nach seinem Kreuzbandriss ebenfalls wieder voll im Training und könnte bereits in der Länderspielpause erste Spielpraxis bei einem Testspiel sammeln. Derweil darf weiter Anrie Chase in der Innenverteidigung ran. Zwar war Hoeneß darum bemüht, den Ball beim 20-Jährigen flachzuhalten, kam aber dann doch etwas ins Schwärmen: „Er hat sich enorm entwickelt in den letzten acht, neun Monaten.“
Neuzugang Al-Dakhil „hat richtig Bock“
Der verletzte Neuzugang Ameen Al-Dakhil, der hinten flexibel einsetzbar wäre, soll „in den nächsten vier bis sechs Wochen“ zur Mannschaft stoßen. „Ein richtig cooler Typ, der richtig Bock hat“, kommentierte Hoeneß.
Die Atmosphäre beim ersten Heimspiel wird der belgische Nationalspieler gegen Mainz aber vorerst von der Tribüne aus genießen müssen. „Gerade für die neuen Spieler wird es etwas Besonderes“, weiß Hoeneß und freut sich nach drei Auswärtsspielen selbst auf die Heimpremiere. „Da wird richtig Energie da sein, das sollen die Jungs spüren und werden es spüren. Das wird brutal.“

