Trotz Auftaktniederlage überwog bei Wolfsburgs Trainer Ralph Hasenhüttl der Stolz – ein wenig verstimmt zeigte sich der österreichische Trainer aber über die eigenen Fans.
Kapitän Arnold will den Funken überspringen lassen
„Schlussendlich steht eine Niederlage, das muss man ehrlicherweise sagen“, sagte Maximilian Arnold nach dem 2:3 gegen den FC Bayern ein wenig ernüchtert bei DAZN. Dennoch wies der Kapitän auch darauf hin, dass der VfL „Kampf und Leidenschaft“ gezeigt habe und „auf Augenhöhe“ mit den Bayern war. Gerade nach dem Seitenwechsel „haben wir ein anderes Gesicht gezeigt und richtig gut Fußball gespielt. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen.“
Weil die Wölfe am Ende dennoch mit leeren Händen dastanden, blieb ein bitterer Beigeschmack. Coach Ralph Hasenhüttel wollte davon aber nichts wissen. „Es ist nicht bitter, wenn man gegen Bayern München so gespielt hat“, stellte der Österreicher fest und betonte, dass bei ihm „der Stolz überwiegt“, Stolz über das, „was wir heute geleitstet haben, speziell in der zweiten Hälfte“.
Hasenhüttl betonte auch, dass er sich noch sehr gut an das vorangegangene Spiel gegen die Bayern (0:2) „erinnern kann. Da waren wir komplett chancenlos.“ Diesmal habe es deutlich besser ausgesehen. „Wir haben uns in alles reingeworfen und jeden Zweikampf so geführt, als würde es um alles gehen. Wir haben eine schöne Entwicklung genommen. Viel besser können wir gegen Bayern nicht spielen.“
Hasenhüttl moniert fehlende Stimmung
Wohl auch deshalb zeigte sich der 57-Jährige ein wenig unzufrieden mit der Stimmung im Stadion. Trotz der mit 28.917 Zuschauern ausverkauften Volkswagen Arena monierte er fehlenden Support. „Wir haben ein Riesenspiel gegen eine sehr starke Mannschaft gemacht. Mir ist es ein bisschen zu ruhig gewesen“, stellte Hasenhüttl fest und betonte, dass nach dem zwischenzeitlichen 2:1 „kurz Stimmung“ aufgekommen war. „Dann kriegst du das zweite Tor und es ist komplett Friedhof. Das kann nicht sein.“
Der Trainer appellierte an die eigenen Fans, den „Jungs genau da zu helfen“ und erklärte, was es nun braucht: „Die Jungs glauben an sich. Wir müssen es schaffen, dass auch die Fans an uns glauben.“ Arnold ergänzte, dass man „versuchen muss, den Funken überspringen zu lassen“. Der Kapitän zeigte sich dabei auch guter Dinge, denn gerade zum Ende hin habe man gemerkt, „dass die Fans ein richtiges Gespür hatten“ und auch honoriert haben, „dass wir alles rausgehauen haben“.
Arnold ist sich zudem sicher, dass wenn Klub, Mannschaft und Stadion an einem Strang ziehen, „es in die richtige Richtung gehen wird. Dann werden wir auch viele Spiele gewinnen.“

