Nach langem Hin und Her zeichnet sich die Entscheidung ab: Kouadio „Manu“ Koné wird Borussia Mönchengladbach voraussichtlich Richtung Italien verlassen und sich der AS Rom anschließen. Den Fohlen winkt eine stattliche Einnahme aus dem Verkauf des Mittelfeldspielers.
Borussia winkt Ablösesumme von über 20 Millionen Euro
AC Mailand? AS Rom? Dass es auf eine Entscheidung zwischen diesen beiden Vereinen hinauslaufen wird, hatte sich in den vergangenen Tagen abgezeichnet. Wie der kicker bereits berichtete steht die AS Rom kurz davor, sich die Dienste des 23 Jahre alten Mittelfeldspielers zu sichern. An der Finalisierung des Deals wird weiter gearbeitet, Koné zeitnah in der Hauptstadt erwartet.
Im Raum steht eine Ablösesumme in Höhe von 20 Millionen Euro, die über Bonuszahlungen anwachsen kann, und ein Vertrag für Koné mit Laufzeit bis Sommer 2029. Im Januar 2021 hatte der fünfmalige deutsche Meister Koné für neun Millionen Euro vom FC Toulouse verpflichtet. Konés Ex-Klub partizipiert über eine Weiterverkaufsbeteiligung an dem Transfer.
Nachgebesserte Offerte für Itakura abgelehnt
Eine Einigung ist im Sinne aller Beteiligten. Koné, dessen Vertrag in Gladbach bis 2026 lief, will in diesem Sommer den nächsten Schritt machen und international spielen, diesen Wunsch kann die AS Rom als Teilnehmer an der Europa League erfüllen. Die Borussen dürfen sich, wenn der Transfer dann auch offiziell durch ist, über eine stattliche Einnahme freuen. Geld aus einem Verkauf von Ko Itakura wird jedenfalls nicht in die Gladbacher Vereinskasse fließen: Auch die nachgebesserte Offerte der PSV Eindhoven für den Japaner wurde von der Borussia abgelehnt.
Koné war zum Bundesligastart gegen Bayer Leverkusen nicht in den Spieltagskader berufen worden, um keine Verletzung mehr zu riskieren, die einen möglichen Transfer gefährdet hätte. Am Donnerstag wurde der Rechtsfuß nach dem Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Paris nun auch zum ersten Mal in die Nationalmannschaft Frankreichs berufen.
Geht der Transfer wie erwartet über die Bühne in den nächsten Stunden, hätten die Borussen mit einem Koné-Abschied das anfängliche Überangebot im Mittelfeld endgültig abgebaut. Für die (zwei) Sechserpositionen könnte Trainer Gerardo Seoane noch mit Rocco Reitz, Julian Weigl, Neuzugang Philipp Sander und Florian Neuhaus planen. Inklusive Koné wären es nach Christoph Kramer (Vertrag aufgelöst, Zukunft offen) und Oscar Fraulo (Leihe zum FC Utrecht) drei Spieler fürs Zentrum, die den Klub in diesem Sommer verlassen.

