Dino Toppmöller strahlte über das ganze Gesicht, als er am Freitag auf dem Podium im Pressekonferenzraum saß. Das anstehende erste Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim, die Auslosung in der Europa League, vor allem aber der Verbleib von Stürmer Omar Marmoush sorgten beim Eintracht-Coach für beste Laune.
Der Trainer sieht ein wichtiges Zeichen nach innen und nach außen
Am Freitagmittag hatte Omar Marmoush in einem vom Verein verbreiteten Video-Statement für kollektives Aufatmen gesorgt. „Ich freue mich sehr auf die Saison. Die Liebe, die ich in den letzten Tagen gemerkt habe, hat mich sehr berührt. Ich freue mich, hier zu sein. Wir sehen uns morgen“, sagte er in der Botschaft an die Fans. Ein möglicher Wechsel zu Nottingham Forest, das Interesse signalisiert hatte, ist damit endgültig vom Tisch.
Toppmöller über Marmoush: „Passt wie die Faust aufs Auge“
„Es ist für alle eine geile Sache, dass er bleibt“, betonte Dino Toppmöller. „Omar hat letztes Jahr eine fantastische Saison gespielt. Jetzt wollen wir alles daransetzen, dass er eine noch bessere Saison spielt und wir insgesamt vielleicht auch nochmal alle besser abschneiden“, führte der Trainer aus. Bereits am Donnerstag hatte er einen vielversprechenden Austausch mit dem ägyptischen Nationalspieler: „Das war ein super Gespräch. Er hat mir versicherte, dass er sich hier total wohlfühlt, eine gute Wertschätzung in der Kabine spürt, sehr gerne mit dem Trainerteam zusammenarbeitet und die Liebe der Fans spürt. Ich glaube, dass diese Dinge mehr wert sind als der eine oder andere Euro mehr.“
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Doch damit noch nicht genug der positiven Worte. „Ich arbeite mit dem Jungen super gerne zusammen und glaube, dass er zu unserem Verein wie die Faust aufs Auge passt“, sagte Toppmöller. Mit wettbewerbsübergreifend 17 Treffern war Marmoush in der vergangenen Spielzeit nicht nur der beste Torschütze bei der Eintracht, mit seiner positiven, fröhlichen Art kommt er auch im Verein und bei den Fans sehr gut an.
„Ich glaube, dass das auch eine Wirkung nach draußen hat. Wenn morgen die Nummer 7 vorgelesen wird, wäre ich auch gerne schon im Stadion und nicht in der Kabine. Das würde ich gerne hören“, frohlockte der Coach. Es ist in der Tat keine allzu gewagte Prognose, dass der Name Marmoush bei der Verlesung der Mannschaftsaufstellungen von den Fans ganz besonders laut gerufen wird. Toppmöller glaubt zudem an eine „Wirkung nach innen“, für die Mannschaft sei der Verbleib des Angreifers „ein Faktor, der nicht zu unterschätzen ist“.
Toppmöller hofft, dass auch Dina Ebimbe bleibt
Die Vorzeichen stimmen also, um das erste Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim erfolgreich zu gestalten. „Die Vorfreude ist riesengroß, hier wieder vor unserem Publikum zu spielen“, bekräftigte der Trainer und kündigte an: „Die Jungs sind heiß. Morgen sind wir da vor 58.000 und haben einfach Bock.“ Auch im Umfeld spüre er eine „riesengroße Vorfreude“.
Personell wird Toppmöller im Vergleich zum Spiel in Dortmund voraussichtlich nicht viel verändern. Es gibt die Überlegung, den offensivstarken Niels Nkounkou in die erste Elf zu beordern. In diesem Fall würde Arthur Theate wohl in die Innenverteidigung rücken und dort Tuta verdrängen. Ansgar Knauff plagen noch kleinere Probleme, weshalb er kein Kandidat für die erste Elf ist.
Offen ist, ob Eric Junior Dina Ebimbe im Kader steht. Beim Franzosen konnte Toppmöller einen Abgang noch nicht gänzlich ausschließen. Die Tendenz geht allerdings klar in die Richtung, dass Dina Ebimbe auch künftig den Adler auf der Brust trägt. Toppmöller sagte: „Ich hoffe, dass er bleibt.“

