Kurz vor Toreschluss hat der FSV Mainz 05 gleich zweimal nachgelegt. Ein Ersatz für Brajan Gruda fehlt noch in der Liste der Neuzugänge. Tim Skarke steht weiterhin auf der Liste, doch Trainer Bo Henriksen traut auch Neuzugang Hyunseok Hong die Rolle zu.
Mainz beschäftigt sich weiterhin mit Skarke
Spät, aber doch noch rechtzeitig reagierte der 1. FSV Mainz 05 auf die Abgänge seiner Leistungsträger in diesem Sommer. Am Mittwochabend stellten die Nullfünfer Moritz Jenz vor, der den nach seiner Leihe in der Vorsaison nun in Brentford befindlichen Sepp van den Berg ersetzen soll. Am Donnerstagvormittag folgte Hyunseok Hong, der als zentraler Mittelfeldspieler unter anderem auf den nach Lissabon abgewanderten Leandro Barreiro folgt. Ein Nachfolger für den nach Brighton abgewanderten Brajan Gruda taucht im Mainzer Kader jedoch weiterhin nicht auf.
Panik bricht bei den Rheinhessen deshalb nicht aus. So zeigte sich Trainer Bo Henriksen auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Samstag gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) zuvorderst „glücklich“, dass ihm Sportvorstand Christian Heidel vor dem Transfer-Deadline-Day am Freitag (20 Uhr) noch mit zwei frischen Kräften beschenkt hat.
Und während Heidel selbst in diesen „verrückten“ letzten Transfertagen frei nach dem Motto „alles kann, nichts muss“ grundsätzlich überhaupt nichts ausschließen möchte – seien es mögliche Zu- oder Abgänge -, machte Henriksen den jüngsten Neuzugang zum potenziellen Gruda-Nachfolger. Hong könne auf der Zehn spielen, auch auf der Acht – und „auch Flügel, denke ich. Er ist nicht nur ein guter Fußballer, er kann auch laufen“, lautet der Ersteindruck des Dänen vom 25 Jahre alten Südkoreaner.
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Wenngleich sich Heidel nicht in die Karten schauen lässt und Henriksen im Fall der Fälle Hong umfunktioniert, ist klar: Mainz beschäftigt sich weiterhin mit der Neubesetzung der Gruda-Position. Zwar werde man „jetzt nicht noch einmal anfangen, einen Flügelspieler zu suchen“, so Heidel, das ist allerdings auch nicht mehr nötig. Denn nach kicker-Informationen hat man in Tim Skarke von Union Berlin den entsprechenden Kandidaten schon ausgemacht. Bislang sind die Köpenicker allerdings nicht bereit, den Leih-Rückkehrer abzugeben.
Heidel will „abwarten, was in den nächsten Stunden passiert“
„Wir wollen jetzt abwarten, was in den nächsten Stunden noch passiert. Ich kann es nicht ausschließen, aber ich werde mich nicht hinstellen und sagen: Wir holen garantiert noch einen Spieler. Der Markt verändert sich momentan minütlich“, so Heidel. Und sollte es nicht klappen, habe der Mainzer Kader „genau die richtige Größe“.
Für das Spiel beim Vize-Meister, für Henriksen mehr als nur eine Ausflugsfahrt („Wir fahren da hin, um zu gewinnen“), kann das Trainerteam zum jetzigen Stand aus dem Vollen schöpfen. „Qualitätsspieler“ Jenz trainierte wegen einer Verletzung aus Wolfsburger Zeiten zwar nur individuell und absolvierte somit wie auch Jonathan Burkardt und Philipp Mwene nicht alle Einheiten, doch Henriksen ist zuversichtlich, dass nach dem Abschlusstraining am Freitag „alle bereit sind“ für Samstag.

