Die Stürmersuche bleibt das zentrale Thema bei Union Berlin

Nur zwei Mittelstürmer stehen im Kader von Union Berlin. Bis zum Ende der Transferperiode wollen die Eisernen nochmals nachlegen. Sportchef Horst Heldt äußerte sich nun dazu.

Kein Angreifer im Kader überzeugte bislang

Chris Bedia? Zum englischen Zweitligisten Hull City verliehen. Ivan Prtajin? Stand aufgrund muskulärer Probleme gegen Mainz nicht im Kader. Zudem überzeugte der Neuzugang von Wehen Wiesbaden in der Vorbereitung nicht. Leih-Rückkehrer Jordan? Bringt von seiner Statur her beste Voraussetzungen für die Rolle als Mittelstürmer mit, wirkt aber ungelenk und im Strafraum ohne das nötige Durchsetzungsvermögen. So wurde in den Testpartien und bei den Pflichtspielen in Greifswald (1:0) und Mainz (1:1) ersichtlich, dass Union ein Sturmproblem hat und die Suche nach einem Angreifer bis zum Ende der Transferperiode das zentrale Thema in Berlin-Köpenick bleibt.

Das gab zumindest zwischen den Zeilen auch Unions neuer Sportchef Horst Heldt im Stahlwerk-Doppelpass zu. „Dass wir noch Lücken haben, steht außer Zweifel“, sagte der 54-Jährige. „Wir haben in Sachen Quantität ein Manko. Deswegen werden wir wohl vor dem Ende der Periode noch eine Entscheidung treffen.“ Auf der anderen Seite nahm er den bisher enttäuschenden Jordan aber auch in Schutz: „Für mich wird er bei uns nicht nur daran gemessen, wie viele Tore er macht. Er ist ein Stürmer, der auch Angriffe initiiert und Bälle halten kann.“

Union beschäftigt sich weiterhin mit Ache

Doch irgendwer muss schließlich für die Tore sorgen. Bisher zeigten sich eher Mittelfeldakteure wie Laszlo Benes oder die Flügelstürmer Benedict Hollerbach und Yorbe Vertessen dafür verantwortlich. Zwar kann Jordan mit dem Rücken zur Wand die Bälle festmachen und sich nach langen Bällen behaupten, allerdings trifft der US-Amerikaner oftmals auch falsche Entscheidungen und steht bei Flanken oder Abprallern nicht dort, wo ein Stürmer eigentlich stehen sollte. Daher kommt er auch nur arg selten in eine Abschlussposition. In Mainz war das zumindest einmal der Fall, allerdings scheiterte er aus kürzester Distanz am Mainzer Keeper Robin Zentner.

So ist es nur verständlich und logisch, dass sich Union Berlin bis zum Ende der Transferperiode Ende August noch einen neuen Stürmer angeln möchte. Hoch im Kurs steht, wie bereits mehrfach berichtet, Ragnar Ache vom Zweitligisten Kaiserslautern. Beim 1:0-Erfolg in Münster am Samstag hatte der 26-Jährige als Joker das entscheidende Tor erzielt. Ein erstes Angebot der Eisernen wurde abgelehnt. Die beiden Parteien befinden sich weiter in Verhandlungen. Schließlich bleibt den Eisernen noch ein wenig Zeit, Ache oder einen anderen Stürmer in die Hauptstadt zu lotsen.

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