Der VfL Wolfsburg ist gegen den FC Bayern mit einer Niederlage in die Saison gestartet – und nimmt dennoch positive Dinge mit. Kapitän Maximilian Arnold schöpft Mut nach aufreibenden 90 Minuten.
Nach der knappen VfL-Pleite gegen die Bayern
Am 12. Mai hatte der VfL Wolfsburg letztmals gegen den FC Bayern gespielt, am 33. Spieltag der Vorsaison verlor der VfL mit 0:2 in München und war noch viel chancenloser, als es das Ergebnis am Ende aussagte. Nun, ein paar Monate später, wehrten sich die Niedersachsen mit allen Kräften, brachten den Rekordmeister ins Wanken – und standen beim 2:3 am Ende dennoch mit leeren Händen da. „Das ist das Ärgerlichste“, sagte Kapitän Maximilian Arnold.
Der 30-Jährige ist zwar immer schwer enttäuscht, wenn er und seine Mannschaft als Verlierer vom Platz gehen, dieser Pleite zum Auftakt konnte er aber dennoch Positives abgewinnen. War es im Vergleich zur Vorsaison ein Schritt nach vorne? „Mehr als ein Schritt“, betont Arnold, „wesentlich mehr.“ Der neue Wolfsburger Spirit wurde vor allem nach dem Seitenwechsel sichtbar, der VfL war gegen den Favoriten plötzlich obenauf. „Dieses Spiel hat Spaß gemacht“, sagt der Kapitän, „wie die Jungs gefightet haben, das ist geil.“
Arnold glaubt an den Wolfsburger Wandel
Eine Veränderung mit Nachhaltigkeit? Das wird schon das nächste Wochenende zeigen, wenn am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) nicht der Rekordmeister der Gegner ist, sondern Aufsteiger Holstein Kiel. Arnold glaubt an den Wolfsburger Wandel in dieser Sommerpause. Schon die Generalprobe beim FC Brentford (4:4) habe ihm gezeigt, dass das Team auf dem richtigen Weg sei. „Da sind wir dreimal nach einem Rückstand zurückgekommen. Da habe ich gemerkt, dass die Jungs sich nicht hängen lassen. Egal wie es läuft, wir stellen uns den ganzen Widerständen. Wir jeder Einzelne die Fehler des anderen ausgebügelt hat, das ist das Entscheidende.“
Rot nach Tritt gegen Kane? „Das hätte mich sehr gewundert“
Mit Arnold, der als Kapitän und Kämpfer vorangeht. Im Eifer des Gefechts mit Bayerns Harry Kane sogar am Rande des Erlaubten. Nach einer Tretbewegung im Fallen gegen den Angreifer verschonte ihn Schiedsrichter Daniel Siebert jedenfalls mit einer persönlichen Strafe. Hätte er vielleicht sogar Rot sehen können? „Das hätte mich sehr gewundert“, antwortet Arnold, „Bestimmt treffe ich ihn, er hat mich runtergezogen, hat mich auch getroffen. Wenn die Schiedsrichter mehr und mehr eine solche Linie fahren, weiß man, worauf man sich als Spieler einstellen kann.“
Dass der VfL gegen die Bayern nach der Pause überhaupt noch in die Nähe eines Erfolges kam, hatte er dem einzigen Wolfsburger Neuzugang auf dem Feld zu verdanken. Mit insgesamt vier starken Paraden verhinderte Kamil Grabara einen höheren Rückstand, Arnold sagt mit einem Augenzwinkern über den 10,3-Millionen-Euro-Mann vom FC Kopenhagen: „Dafür haben wir ja auch Geld bezahlt.“ Und so ist auch Grabara trotz der Auftaktpleite ein Mutmacher für diese neue Saison. „Wenn der so weiter macht“, so der Kapitän, „werden wir noch viel Freude an ihm haben.“ Und, das ist die Hoffnung, auch Siege einfahren.

