„Das hat uns aus den Socken gehauen“ – Kompany erkennt „drei Themen“

Am Ende war es vielleicht spannender als gewünscht, doch Vincent Kompany fuhr den ersten Bundesliga-Dreier als Bayern-Coach ein – und zeigte sich nach Abpfiff bemerkenswert aufgeräumt in seiner Analyse.

Sonderlob für Müller – Kimmich moniert den Rasen

„Ich habe es genossen, weil es mein erstes Spiel als Bundesliga-Trainer war“, sagte Kompany nach dem abwechslungsreichen 3:2-Auftaktsieg in Wolfsburg bei DAZN und widmete sich sogleich der ersten Analyse. Der 38-Jährige hatte dabei drei Themen ausgemacht. Zunächst waren da die ersten 45 Minuten, in denen die Münchner dominant waren. „Wir haben keine Chancen zugelassen und eigene Chancen gehabt“, merkte Kompany an und betonte, dass es in dieser Phase so war, „wie es sein muss“. Zufrieden mit Hälfte eins war auch Joshua Kimmich, der meinte, dass diese „nicht ganz verkehrt“ gewesen sei.

„Nicht so gut“, sei wiederum der Start in den zweiten Durchgang gewesen. „Wenn du nach 20 Sekunden das Gegentor bekommst, dann gibst du das Momentum weg“, weiß Kompany. Siegtorschütze Serge Gnabry ergänzte, dass der schnelle Ausgleich nach dem Seitenwechsel „uns natürlich aus den Socken gehauen hat – und Wolfsburg nimmt den Schwung mit. Dann kriegen wir noch das 1:2 und es brennt die Hütte.“ Kimmich monierte in diesem Zusammenhang „viele Fehler“, durch die man das Spiel „komplett aus der Hand gegeben hat. Dann ist es natürlich schwierig, das Spiel zu kontrollieren.“

In einem weiteren Punkt waren sich Trainer und Spieler ebenfalls einig – und zwar, dass die Mentalität gestimmt habe. „Wir hätten das Spiel noch verlieren können oder unentschieden spielen, aber wir haben gewonnen. Das zeigt unsere Mentalität“, betonte Kompany und machte selbige als drittes großes Thema des Spiels aus, denn „am Ende war die Mentalität richtig und deswegen haben wir noch gewonnen“.

Auch Kimmich lobte die „gute Reaktion“ auf den zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand, zumal es auf dem sehr guten, aber auch „sehr trockenen Rasen schwierig war, schnell und direkt zu spielen“.

Eine Frage der Mentalität

„Am Ende des Tages haben wir uns belohnt und 3:2 gewonnen“, betonte nicht nur Gnabry, der zudem ergänzte: „Das nehmen wir gerne mit – das ist gut für die Moral und gut fürs Selbstbewusstsein.“ Für Kompany war wiederum wichtig, „dass die Mannschaft reagiert“ habe, auch wenn das „in der zweiten Hälfte ein bisschen gedauert“ habe.

Sonderlob gab es vom Coach für den nach 65 Minuten eingewechselten Thomas Müller, der mit seinem 474. Bundesliga-Spiel nicht nur zum alleinigen Rekordspieler des FCB aufgestiegen war, sondern auch maßgeblichen Anteil am Sieg hatte – vor allem sein guter Einsatz im Zweikampf mit Cedric Zesiger vor dem 3:2 sei hervorgehoben. Kompany pickte sich aber keine einzelnen Szenen heraus, vielmehr lobte er den 34-Jährigen allgemein. „Müller ist mir der richtigen Mentalität reingekommen.“

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