Mit der Verpflichtung von Ameen Al-Dakhil komplettiert Stuttgart seinen Kader. Doch der Neuzugang vom FC Burnley ist keine Soforthilfe, sondern ein Mann mit und für die Zukunft.
VfB verleiht Jeong nach Berlin
Bevorzugt wurde eine Leihe mit Kaufoption. Daraus wird jetzt eine Festverpflichtung für vier Jahre bis Ende Juni 2028. Was wiederum unterstreicht, wie wichtig der Transfer von Ameen Al-Dakhil dem deutschen Vizemeister war. Ungeachtet dessen, dass der Spieler nicht sofort einsetzbar ist, haben die Schwaben rund 7,5 Millionen Euro in den rechtsfüßigen Innenverteidiger aus Burnley investiert. Die offizielle Vorstellung des in Bagdad geborenen und in Belgien beheimateten Verteidigers wird im Lauf des heutigen Tages erwartet.
Dass der Abwehrmann mit der irakisch-belgischen Doppelstaatsbürgerschaft frühestens nach der in der nächsten Woche anstehenden Länderspielpause zum Einsatz kommen kann, hat der Vizemeister bewusst in Kauf genommen. Der 22-Jährige laboriert noch an den Folgen einer hartnäckigen Muskelverletzung im Oberschenkelbereich, steht aber kurz vor seiner vollständigen Rehabilitation. Al-Dakhil ist zwar der dringend gesuchte rechte Innenverteidiger, aber keine Soforthilfe, sondern vielmehr ein Mann mit und für die Zukunft.
Premier-League-Erfahrung, zuletzt aber eine schwere Muskelverletzung
Der schnelle und spielstarke Verteidiger, der im Alter von fünf Jahren mit seiner Familie aus dem kriegsgebeutelten Irak geflüchtet war, hat es mittlerweile in die belgische Nationalmannschaft geschafft. Talent und Fleiß führten ihn von der U 17 bis in die A-Nationalmannschaft des Königsreichs. In Burnley wurde Al-Dakhil von Vincent Kompany trainiert, der mittlerweile den FC Bayern anführt. Bis zu seiner schweren Muskelverletzung, die er sich Mitte Februar zugezogen hat, kam der 22-Jährige zu 13 Einsätzen in der Premier League.
Auf doppelt so viele Bundesligaspiele brachte es Woo-Yeong Jeong für die Stuttgarter. Jetzt trennen sich die Wege. Der Auswahlspieler Südkoreas, der sich angesichts mehrwöchiger Länderspielabstellungen im vergangenen Jahr bereits mit der ungeliebten Rolle des Ergänzungsspielers zufriedengeben musste, wird für ein Jahr an Union Berlin ausgeliehen. Die Leihgebühr liegt bei rund 700.000 Euro. „Wir hatten offene und transparente Gespräche mit Woo-Yeong und sind uns einig, dass ein Wechsel für ihn derzeit die beste Option ist, um regelmäßig zum Einsatz zu kommen“, so Vorstand Sport Fabian Wohlgemuth.

