„Ich stand nicht anders auf dem Platz“: Neuers „Premiere“ nach dem Abschied

Im Spiel eins nach dem Ende seiner Karriere in der Nationalmannschaft zeigt sich der Münchner Torhüter glücklich, trotz einer fehlerhaften Leistung seines Teams drei Punkte aus Wolfsburg mitgenommen zu haben.

Keeper fordert Körpersprache als Kommunikation

Aller Anfang ist schwer, auch für einen Rekordmeister beim Saisonstart. Dass in seinem Team beim 3:2-Sieg in Wolfsburg trotz starker Phasen längst noch nicht alles rund lief, beunruhigte Manuel Neuer aber nicht. Auch nicht die gravierenden Fehler, die etwa seinen Vorderleuten Sacha Boey, der einen Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1 verursachte, und Min-Jae Kim (Ballverlust vor dem zweiten VfL-Tor) unterliefen.

„Das gehört zum Spiel dazu. Es sind Fehler, die wir normalerweise nicht machen und auch vorher nicht in den Spielen gemacht haben“, so der 38-jährige Routinier, der freilich einräumte: „Es sind Flüchtigkeitsfehler, die eiskalt bestraft werden. Wir haben genau gesehen, wie es passiert ist.“

Gleichwohl könne jedem im Team so ein Fauxpas unterlaufen, insofern taugte die phasenweise wilde Partie in Wolfsburg womöglich als Warnschuss für die Zukunft. Neuer: „Vielleicht ist es ganz gut, dass es bei so einem Ergebnis passiert ist, wir trotzdem die drei Punkte in der Hand halten und nicht nur mit einem Unentschieden, womöglich einer Niederlage nach Hause fahren. Wir nehmen das Wichtigste, was wir mitnehmen können, mit – das sind die drei Punkte.“

Körpersprache entscheidend

Die Kritik, mangelnde Kommunikation seiner Vorderleute, speziell der als eher leise geltenden Kim und Dayo Upamecano, könnte zu den Schwächen gegen die Wölfe geführt haben, wollte der Torhüter nicht gelten lassen. „Wenn man sich die Situationen anschaut, hat das nichts mit den Kommandos zu tun. Die Situationen sind ganz klar. Ich weiß, dass hinten von beiden gesprochen wird und es nicht immer nur verbal, sondern auch mit der Körpersprache geht.“ Die Körpersprache werde in künftigen Spielen auch entscheidend sein, wenn es im Stadion einmal lauter sei, forderte der Keeper. Wichtig sei, „dass man sich einfach sieht und weiß, was der andere meint. Das kann sowohl Upa als auch Min-Jae.“

In seiner erfolgreichen Karriere hat er selbst nahezu alles erlebt, in Wolfsburg aber kam es für Neuer noch einmal zu einer „Premiere“ – dem ersten Spiel nach dem Abschied aus der Nationalmannschaft. Anders als sonst allerdings habe es sich im Vorfeld und in den 90 Minuten selbst nicht angefühlt. „Es war einfach das erste Bundesligaspiel der neuen Saison für den FC Bayern. Darauf habe ich mich fokussiert. Natürlich gab es unter der Woche die Entscheidung. Aber ich habe in der Woche gut trainiert, habe mich darauf konzentriert.“

Nicht er allein, sondern das Team habe in Wolfsburg schließlich die Aufgabe gehabt, gut zu starten. Persönlich für ihn neue Gefühle habe er da zu keiner Zeit verspürt. „Ich stand nicht irgendwie anders auf dem Platz und habe auch während des Spiels nicht daran gedacht.“

Bayer-Dusel? „Wir sind auch glücklich“

Mit der exakt gleichen Ausbeute wie einer der größten Rivalen um den Titel, Bayer Leverkusen, starteten Neuer und der FC Bayern in die Saison – einem 3:2-Auswärtssieg, der auch dem Konkurrenten in Mönchengladbach gelungen war. Von einem vermeintlichen Dusel, der die Erfolge des amtierenden Meisters auch in dieser Saison begleite, will der Münchner aber nichts wissen.

Okay: „Es ist genau so ein Ergebnis wie bei uns. Wir sind am Ende auch glücklich, dass wir gewonnen haben.“ Aber Dusel? „Es an einem Spiel festzumachen, dass sich das fortsetzt, ist schwierig“, so Neuer. „Das wollen wir auch gar nicht machen. In erster Linie müssen wir eh auf uns schauen.“

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