„Ich könnte das Mikrofon abbeißen“: Schlotterbeck schiebt Elferfrust

Und täglich grüßt das Murmeltier oder besser gesagt: Und wöchentlich gibt’s eine Elfmeterdiskussion. So war es auch in Heidenheim, wo ein früher Strafstoß der Anfang vom Ende der Augsburger war. Und, wie könnte es auch anders sein, gab’s nach Abpfiff unterschiedliche Meinungen.

Wieder Strafstoßdiskussion beim FC Augsburg

In Heidenheim holte sich der FC Augsburg eine 0:4-Abreibung ab – und wusste am Ende gar nicht, wie ihm geschah. „Wir spielen eine gute erste Hälfte, bekommen aber zwei dumme Gegentore“, fasste Keven Schlotterbeck nach dem Spiel bei DAZN zusammen und gab dann zu, dass es die Heidenheimer „in der zweiten Hälfte sehr gut gemacht haben. Sie waren sehr effektiv – und wir wollten das Tor heute nicht treffen. Irgendwie sollte es heute nicht sein.“

Angesprochen auf den Handelfmeter zum 0:1 ärgerte sich der 27-Jährige dann aber so richtig. „Das ist Wahnsinn“, sagte er und erläuterte, dass er sich „im Zweikampf“ mit Adrian Beck befunden und dieser ihn geschoben haben. „Er schiebt mich mit dem Arm rein“, führte Schlotterbeck aus und gab dabei schon zu, dass es seinerseits „eine kleine Bewegung“ zum Ball gegeben habe. Seiner Meinung nach reichte das aber nicht aus, um Strafstoß zu geben, zumal man in der Vorwoche die bayerischen Schwaben beim 2:2 gegen Bremen.

„Krasse Fehlentscheidung“ oder „im Sinne des Fußballs“? Hand-Diskussion in Augsburg

Damals war dem FCA ein Elfmeter zu Unrecht verweigert worden, nachdem Werders Anthony Jung den Ball mit der Hand touchiert hatte. „Es ist furchtbar, wirklich furchtbar“, beklagte sich Schlotterbeck nun monierte eine fehlende rote Linie bei den Unparteiischen. „Wenn man letzte Woche schaut, da war der Arm vom Jung ganz weit abgespreizt und ich gehe heute mit dem Ellenbogen so ein bisschen hin. Was soll ich da sagen? Ich glaube, die Schiedsrichter wissen selbst nicht, was sie pfeifen. Es ist fürchterlich und traurig, dass du so ein Gegentor bekommst.“

Schlotterbeck verwies auch darauf, dass in Bremen damit argumentiert worden sei, dass es sich bei Jungs Aktion um Fußballbewegung gehandelt habe und stellte das in Vergleich zu seiner Aktion, die seiner Meinung nach ebenfalls eine „Fußballbewegung“ gewesen sei. „Ich könnte komplett am Rad drehen“, schimpfte der Innenverteidiger und meinte abschließend fast schon resignierend: „Wir bekommen es letzte Woche nicht und heute bekommen wir einen Scheiß-Elfmeter. Ich könnte das Mikrofon abbeißen.“

Schiedsrichter Petersen erklärt sich

Während FCA-Trainer Jess Thorup seinem Spieler in der Bewertung der Elfmeterszene beipflichtete („Für mich kein Elfmeter, aber der Schiedsrichter hat es so entschieden“), äußerte sich auch noch der Unparteiische.

Martin Petersen gab zunächst zu, dass „die Szene für mich schwierig“ gewesen sei, „weil zwei Arme im Spiel sind – die vom Abwehrspieler und die vom Stürmer. Zusätzlich findet ein Zweikampf statt. Findet ein Foulspiel statt oder ein Handspiel? Ich hatte den ersten Impuls, dass der Abwehrspieler den Ball mit der Hand spielt, aber ich konnte das nicht zweifelsfrei zu 100 Prozent sagen. Deswegen habe ich mich in der ersten Sequenz zurückgehalten.“

Dass sich der VAR anschließend eingeschaltet habe, sei aus seiner Sicht „absolut richtig“ gewesen, weil das eben für Klarheit gesorgt habe. Bei Betrachtung der Bilder würde man klar erkennen, dass der Ball relativ lang unterwegs ist, „der Spieler kann den Ball erwarten und geht mit dem Ellenbogen zum Ball. Deswegen ist es für mich ein klares Handspiel.“

Und was war mit Schöppners vermeintlicher Hand-Szene?

Petersen äußerte sich auch zu einer weiteren Hand-Szene aus der 66. Minute, als ein Fallrückzieher des eingewechselten Steve Mounié womöglich die Hand von Jan Schöppner leicht touchiert hat. Auch in der Wiederholung ist nur schwer zu erkennen, ob es überhaupt einen Kontakt gab. Darauf sei es aber auch gar nicht angekommen. „Das ist eine völlig natürliche Handhaltung von dem Abwehrspieler. Der Spieler kann seine Arme nicht abmontieren, er hat sie ganz normal vor dem Körper“, erläuterte der Schiedsrichter und stellte klar: „Und selbst wenn es eine kleine Berührung gab, war das für mich keine Absicht.“ Ergo auch kein Strafstoß.

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