Die Bundesliga kommt nicht aus dem Diskutieren heraus, weil der VAR bzw. die Regelauslegung der Schiedsrichter immer wieder für Frust sorgen. Diesmal waren die Freiburger der Meinung, benachteiligt worden zu sein.
Diskussion nach VAR-Eingriff in München
„Wir gehen durch einen Wahnsinnselfmeter in Rückstand“, echauffierte sich Freiburgs Kapitän Christian Günther nach dem Spiel beim FC Bayern (0:2) am Mikrofon von DAZN. „Wenn man eine Bewegung macht und springt, gehen natürlich die Arme ein bisschen hoch.“
In der betreffenden Szene flog ein hoher Ball an den Fünfmeterraum der Gäste, wo Harry Kane und Max Rosenfelder in den Luftzweikampf gingen. Der Engländer köpfte dann aus kürzester Distanz seinem Gegenspieler den Ball an die Hand. „Er geht in den Mann, hat den Arm hinter dem Körper. Wenn das Handspiel ist, dann höre ich auf mit Fußball, weil das ist wirklich so ein Schwachsinn“, zeigte sich Günter fassungslos.
Schiedsrichter Christian Dingert selbst hatte die Szene nicht angepfiffen und es gab auch keine großen Proteste. „Er macht alles richtig und pfeift es nicht“, wunderte sich Trainer Julian Schuster, warum der Kölner Keller überhaupt tätig wurde. Doch der VAR war anderer Meinung und schickte den Referee in die Review Area. Hier revidierte Dingert seine Entscheidung – und Kane traf.
Günter rätselt wie man ohne Arme springen soll
Günter wusste sich nur noch mit Zynismus zu helfen: „Ich verstehe es wirklich nicht, dann muss der DFB mal eine Schulung machen, wie man ohne Arme springt. Das wäre ganz gut. Das muss nächstes Jahr vielleicht mal eingeführt werden. Vor der Saison sollen sie herkommen und uns Profis zeigen, wie man springt ohne Arme.“
Am 1. Spieltag wurde bei einer fast identischen Szene übrigens gegen die Bayern entschieden. Michael Olise hatte Jakub Kaminski aus kurzer Distanz an den abgespreizten Arm geköpft. Ganz ähnlich erging es den Augsburgern, die sich an beiden bisherigen Spieltagen ungerecht behandelt fühlten.
Schuster: „Am Schluss ist es dann peinlich“
In der Nachspielzeit durfte Freiburg noch selbst zum Handelfmeter antreten, was Schuster dann richtig ärgerte. „Am Schluss ist es dann auch peinlich, wenn man so einen Elfmeter bekommt. Das möchte ich gar nicht“, so der Coach. Der Ball war Joao Palhinha vom Oberschenkel an die Hand gesprungen, weshalb Dingert falsch lag. Letztlich war es egal, Lucas Höler jagte den Ball übers Tor.

