Heidenheim hat einen Bundesliga-Start nach Maß hingelegt und das lag auch an Paul Wanner. Coach Frank Schmidt hatte dabei den entscheidenden Tipp auf Lager.
Heidenheim eiskalt zum Auftakt beim FC St. Pauli
Es war eine Partie mit extrem wenigen Chancen. Im ersten Durchgang gab es fast keine, nach der Pause wurde dann der FC St. Pauli aktiver und schnupperte an der Führung. „In den ersten 15 bis 20 Minuten der zweiten Hälfte hatte St. Pauli Chancen, in Führung zu gehen. Aber sie haben es nicht gemacht – und dann schlagen wir eiskalt zu. Ein blitzsauberer Konter und ein Standard“, sagte Frank Schmidt nach der Partie bei DAZN.
Die Hamburger waren aktiver und hatten auch mehr Chancen, die einzigen beiden Tore beim 2:0-Auswärtssieg erzielte jedoch der FCH. „Man darf auch nicht vergessen, hier war eine riesige Euphorie, das erste Spiel in der Bundesliga wieder, das war auch nicht einfach für uns“, machte Schmidt klar. „Aber die Mannschaft war dann sehr stabil und hat es gut wegverteidigt.“
Auf Kurs brachte den FCH Paul Wanner, der einen blitzsauberen Konter ins linke untere Eck abschloss. Aktien in diesem Treffer hatte auch der Coach. Schmidt wechselte nicht nur Vorbereiter Marvin Pieringer ein, er gab dem Torschützen auch den entscheidenden Tipp. „Das macht er überragend. Er zieht den Sprint ohne Ball über 60 Meter an. In der Halbzeit habe ich ihm gesagt, nachdem er in der ersten Hälfte mal direkt geschossen hat, ins lange Eck und flach. Tor“, so Schmidt, der grinsend anfügte: „Er lernt schnell.“
Schnell lernen soll er im besten Fall auch in diesem Jahr in Heidenheim, ehe er wieder zu Stammverein FC Bayern München zurückkehrt. „Fußballerisch ist er überragend. Jetzt ist er auch körperlich schon in einem sehr guten Zustand. Fußballerisch müssen wir ihm gar nicht so viel lernen. Aber dieses Gegenpressing, immer aktiv sein, immer im Grenzbereich kommen – deswegen ist er bei uns, das soll er wahrscheinlich bei uns lernen“, ist sich der FCH-Coach seiner Aufgabe für diese Spielzeit bewusst.

