Ekitiké und Marmoush lassen Kolo Muani vergessen

Im Endspurt der vergangenen Saison ließ sich bereits erahnen, dass die Eintracht mit Hugo Ekitiké und Omar Marmoush über ein Sturmduo verfügt, das den Fans noch viel Freude bereiten wird. Am Samstag zeigten sie beim 3:1-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim ihre ganze Klasse.

Larsson belohnt sich für mehr Tiefenläufe

Bei brütender Hitze deutete zunächst nichts darauf hin, dass die Eintracht im ersten Heimspiel der neuen Saison drei zuckersüße Tore schießen würde. Hoffenheim stellte das Zentrum geschickt zu, sodass speziell Sechser Ellyes Skhiri anfangs kaum in den Aufbau eingebunden werden konnte. Im Notizblock ist in der 19. Minute ein erstes, kurzes Zwischenfazit notiert: „Spiel zu statisch, keine Dynamik, TSG stellt zu, es fehlt Bewegung.“ Der linke Schienenspieler Niels Nkounkou bekam einmal sogar Szenenapplaus, obwohl er den Ball nach einem gewonnenen Eins-gegen-eins-Duell an Freund und Feind vorbei ins Aus flankte (18.). Die Besucher des nur einen Steinwurf entfernten Stadionbads schienen an diesem Nachmittag die bessere Wahl getroffen zu haben. So kann man sich täuschen!

„Omar und Hugo finden sich immer mehr“

Mitte der ersten Hälfte verpasste Frankfurt den Gästen die erste eiskalte Dusche: Nach einem Ballgewinn im eigenen Sechzehner kombinierte sich die SGE über Nkounkou und Omar Marmoush schnell nach vorne. Der ägyptische Nationalspieler spielte einen butterweichen Pass in den Lauf von Hugo Ekitiké, dessen Ballmitnahme und Torvollendung allererste Sahne war. „Omar und Hugo finden sich immer mehr. Man merkt, dass sie jetzt eine gewisse Zeit zusammenspielen. Die Vorbereitung tat ihnen gut, um die Automatismen und Abläufe zu verfeinern“, sagt Sportvorstand Markus Krösche.

Nicht minder schön war der zweite Treffer, den abermals Marmoush mit einem Solo im linken Halbraum einleitete. Wieder fand er mit seinem Zuspiel Ekitiké, der den Ball diesmal aber nur prallen ließ – exakt in den Lauf des durchstartenden Hugo Larsson. Dieser Laufweg war kein Zufall. „Ich habe vor der Saison gesagt, dass eines meiner Ziele ist, vorne stärker involviert zu sein“, sagt Larsson. Im Vergleich zum Auftakt in Dortmund sollte er die Rolle im Mittelfeld offensiver interpretieren. Trainer Dino Toppmöller erklärt: „Es ist unser Anspruch, dass er gerade aus der Achterposition heraus häufiger in die Box geht. Den Abschluss macht er auch top. Viele schießen dem Torwart gegen den Fuß, doch er eben ein bisschen über den Fuß. Hugo hat eine bärenstarke Leistung gezeigt.“

Tore durch Umschaltmomente: Toppmöllers Plan geht auf

Das 3:1 erzielte Marmoush nach einer wunderbaren Hereingabe von Mario Götze selbst. „Mario hat im Augenwinkel gesehen, dass Omar am zweiten Pfosten freisteht und den Ball sofort gespielt. Ich muss ihn auch für seine Defensivarbeit loben. Mario war sehr, sehr fleißig und hat uns geholfen, die Halbräume auf der Seite zu schließen“, lobt Toppmöller. Auch Larsson hatte beim dritten Tor mit einem vorangegangenen Sprint in die Tiefe seine Aktien mit im Spiel. Der Coach sagt: „Er ist fleißig und hat einfach Lust, viel zu laufen.“

Dass alle Treffer aus schnellen Umschaltsituationen heraus fielen, war kein Zufall. „Wir haben im Training angesprochen, dass wir es auch mal aushalten müssen, einen Tick tiefer zu verteidigen, um dann mit unseren schnellen Spielern über Umschaltmomente gefährlich zu werden. Das haben wir in der ersten Hälfte eindrucksvoll gemacht. Da haben wir defensiv fast gar nichts zugelassen“, resümiert Toppmöller sichtlich zufrieden. Schon am Vortag wirkte der Trainer gelöst, nachdem feststand, dass der von Nottingham Forest umworbene Marmoush in Frankfurt bleibt. Der Abgang des besten Stürmers der vergangenen Saison hätte kurzfristig nicht kompensiert werden können.

„Omar hat sich im letzten Jahr sehr, sehr gut entwickelt. Wie er bei seinem Tor die Ruhe behalten und den Torwart ausgeguckt hat, ist ein solcher Entwicklungsschritt. Aber in ihm steckt auch noch sehr viel Entwicklungspotenzial“, glaubt Krösche. Das gilt auch für den erst 22 Jahre alten Ekitiké. „Gegen den Ball gibt es noch ein paar Themen, wo er sich verbessern muss“, mahnt der Sportvorstand an. Doch das Lob überwiegt: „Hugo hat unheimliche Fähigkeiten: ein gutes Spielverständnis, eine gute Technik, Geschwindigkeit und Abschlussstärke. Wenn er so weitermacht, hat er sicherlich eine große Chance, in der französischen Nationalelf zu landen.“ So wie einst Randal Kolo Muani, über dessen Abgang vor einem Jahr in Frankfurt spätestens jetzt keiner mehr spricht.

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