Bayer und das Déjà-vu: „Wir müssen aus diesen großen Fehlern lernen“

Gegen Leipzig erlebt Bayer ein Déjà-vu. Erneut werden gewisse Mängel offensichtlich. Noch sucht der Double-Sieger seine Top-Form.

Was Xabi Alonso nach der Niederlage gegen RB bemängelt

Diese eine Situation kurz vor der Halbzeitpause war gewiss eine Schlüsselszene. Als sich die Werkself vor dem 1:2 von Kevin Kampl erst äußerst passiv und dann völlig orientierungslos präsentierte, da machte sie sich ihren recht komfortablen, gerade herausgeschossenen Vorsprung wieder kaputt – und brachte Leipzig zurück ins Spiel. Das Ende ist bekannt: Letztlich unterlag Bayer in der Bundesliga erstmals seit 462 Tagen und verlor nach 42 Pflichtspielen mal wieder eine Partie auf nationaler Ebene.

Das 1:2, sagte Geschäftsführer Simon Rolfes später, sei „mit Sicherheit ein entscheidender Punkt“ gewesen. In der Phase habe man eigentlich das Gefühl erhalten, „dass wir immer mehr Dominanz kriegen und sie immer mehr einschnüren. Das 1:2 setzt dann Kräfte und Motivation frei.“ RB war urplötzlich wieder da und knöpfte Bayer, zuvor mit einem sehr guten Ballvortrag, nicht nur die Zwei-Tore-Führung, sondern nach der Pause auch die Kontrolle ab.

Erneut gibt Bayer einen 2:0-Vorsprung ab

„Alles war sehr schnell“, haderte Xabi Alonso. „Wir haben nicht genug Pässe in der gegnerischen Hälfte gespielt, das Spiel war zu offen.“ So ergaben sich teilweise große Räume, auf die die Leipziger lauerten und die sie zweimal effizient nutzten. „Es war zu einfach, auf unsere letzte Linie zu laufen“, sagte der Trainer, um nachfolgend den klaren Auftrag zu formulieren: „Wir müssen aus diesen großen Fehlern lernen. Dem Gegner nach einem 2:0-Vorsprung wieder die Chance zu geben, das ist nicht gut.“

Und in der Tat: Das ist zum einen nicht gut, zum anderen trat es jetzt zum zweiten Mal auf. Schon im Bundesliga-Auftaktspiel in Gladbach gab die Werkself eine 2:0-Führung her, verteidigte in entscheidenden Szenen zu passiv und büßte die Spielkontrolle zwischenzeitlich ein. Der große Unterschied: Bei den Fohlen konnte sich Bayer kurz vor Schluss noch mit dem 3:2 belohnen, nun gegen RB langte es nicht mal mehr für das Remis.

Bayer sucht noch seine Top-Form

Leverkusen mühte sich zwar, kam auch zu Chancen und sammelte letztlich 18:2 Ecken. Allein: Der erlösende Treffer, er fehlte diesmal. Und so ist diese erste Liga-Niederlage nach langer Zeit gewiss keine Pleite, die Bayer ins ganz große Zweifeln bringen muss, doch sie legte sehr wohl offen, welche Defizite der Double-Sieger aktuell besitzt. Gegen und mit dem Ball sind Granit Xhaka und Co. derzeit noch nicht in Top-Form. Das zeigte sich in Gladbach, im Pokal in Jena (1:0) und gegen Top-Team RB.

Ob diese Mängel in der zerstückelten und für einige Nationalspieler kurzen Vorbereitung begründet liegen? Ob sie mit dem noch fehlenden Spielrhythmus zu erklären sind? Ob die Selbstgewissheit teilweise zu groß ist und daraus Konzentrationsschwächen entspringen? Unklar. Sicher ist nur: Die Mannschaft kann es in jedem Fall besser, wies ihre verschiedenen Qualitäten in den vergangenen Monaten immer wieder nach

Trainer Xabi Alonso vertraut seinem Team

Doch klar ist auch: „Niederlagen gehören dazu“, sagte Rolfes und bemerkte mit einem Lächeln: „Durch dieses Spiel wird unser Selbstvertrauen nicht komplett erschüttert.“ Es sollte vielmehr als weiterer Warnschuss und Anschauungsmaterial für die nächsten Wochen und Monate taugen. Durch die Länderspielreisen der Nationalspieler muss die große Aufarbeitung mit dem gesamten Team zwar verschoben werden. Xabi Alonso indes erklärte bereits, dass die Partie eingehend analysiert werde.

„Wir sind in einem Prozess“, sagte der Bayer-Coach. Und: „Ich habe keinen Grund zu glauben, dass wir nicht wiederkommen.“ Die nächste Ungeschlagen-Serie, sie soll am 14. September in Hoffenheim gestartet werden. Dann beginnt der erste Saisonblock, in dem die Werkself in der Liga und in der Champions League gefordert ist. Es werden wichtige Wochen mit bedeutenden Spielen, in denen Leverkusen allwöchentlich Top-Leistungen benötigen dürfte.

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