Banner-Flut: BVB-Fans protestieren gegen Rheinmetall-Deal

Wie angekündigt zeigten die BVB-Fans gegen Frankfurt auf der Südtribüne ihren Ärger über den umstrittenen Sponsorendeal mit Rüstungskonzern Rheinmetall. Ihr Ziel ist klar.

„Werte erschießen – Geld genießen?“

Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte wollte Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt im zweiten Durchgang endlich durchstarten, musste nach dem Wiederanpfiff aber erst einmal ohne die Unterstützung der Südtribüne auskommen. Die Fans verzichteten beim Bundesliga-Auftakt am Samstagabend (2:0) mehrere Minuten auf Anfeuerungen – aus Protest gegen die Sponsoring-Partnerschaft, die der BVB kurz vor dem Champions-League-Finale mit Rüstungskonzern Rheinmetall geschlossen hatte.

Unter der Woche hatte das Bündnis Südtribüne Dortmund, ein Zusammenschluss von Fanklubs und -gruppen, dazu aufgerufen, die Ablehnung gegen den Deal zum Ausdruck zu bringen. Kurz vor dem Wiederanpfiff wurden auf der Südtribüne dann zahlreiche Spruchbänder entrollt. „Wir lassen uns nicht vor euren Panzer spannen!“, stand dort unter anderem. Weitere Beispiele: „Lieber den Helm lackieren als ihn zu produzieren“, „20 Millionen voll mit Blut – keine Werte, kein Gewissen?“, „Werte erschießen – Geld genießen?“

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Panzermodell vor dem Stadion

Man lehne entschieden ab, „dass sich die Verantwortlichen des BVB und all seine Gremien dazu bereiterklärt haben, die Strahlkraft von Borussia Dortmund dafür einzusetzen, das öffentliche Ansehen eines Rüstungskonzerns zu verbessern und dabei die eigenen Werte über Bord zu werfen“, hatte es in einer Vorab-Stellungnahme der Initiatoren geheißen. Außerdem monierten sie, dass es „zu keinem Zeitpunkt eine Beteiligung von Fanvertretern gegeben“ habe.

Schon vor dem Anpfiff gegen Frankfurt hatten BVB-Anhänger vor dem Stadion protestiert, unter anderem mit symbolischen Roten Karten und einem Panzermodell mit der Aufschrift „Made by Rheinmetall, proud partner of BVB“.

Der BVB und Rheinmetall hatten sich unter der Woche bereit erklärt, sich „gemeinsam in jedem etablierten Dialogformat der Diskussion mit BVB-Fans“ zu stellen. Klubboss Hans-Joachim Watzke hatte den Deal, der zunächst bis 2027 befristet ist und der Borussia jährlich eine hohe einstellige Millionensumme einbringt, Ende April damit verteidigt, dass Sicherheit und Verteidigung elementare Eckpfeiler der Demokratie seien.

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