Benes vor dem Duell mit St. Pauli: „Ein anderes Spiel für mich“

Nach seinem ersten Bundesligator für Union Berlin in Mainz ist Laszlo Benes weiterhin ein gefragter Mann.

Ex-Profi des HSV trifft auf den alten Rivalen

Am Dienstag war beim 1. FC Union Berlin einiges los. Zum einen gab sich Olaf Scholz im Stadion An der Alten Försterei die Ehre. Der Bundeskanzler zeichnete im Bereich der Haupttribüne zusammen mit dem Ost-Beauftragten der Bundesregierung, Staatsminister Carsten Schneider, und der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt engagierte Ostdeutsche aus.

Die Union-Profis mussten wegen der zahlreichen Sicherheits-Absperrungen auf dem Stadiongelände einen anderen Weg zum Trainingsplatz nehmen. Neuverpflichtung Woo-Yeong Jeong, die offensive Leihgabe vom VfB Stuttgart, konnte aber dennoch problemlos mit seinen neuen Teamkollegen erstmals trainieren.

„Es war schon ein besonderer Moment für mich.“ (Laszlo Benes)

Für Laszlo Benes stand nach der nicht öffentlichen Einheit noch eine Medienrunde an, die wegen des Scholz-Besuches vom Presseraum in einen Pavillon am Forsthaus verlegt wurde.

Der nach wie vor guten Laune von Benes tat das keinen Abbruch. Nach seinem Treffer zum 1:1-Endstand beim 1. FSV Mainz 05 hat der Slowake viele Nachrichten von Familienangehörigen, Freunden und früheren Weggefährten erhalten. „Es war schon ein besonderer Moment für mich, wieder in der Bundesliga zu spielen und direkt im ersten Spiel ein Tor zu machen“, sagte Benes. „Damit konnten wir aus Mainz einen Punkt mitnehmen. Es hat viel Spaß gemacht, auch wenn ich nur kurze Zeit auf dem Platz stand.“

HSV? „Der Verein ist einer der größten in Europa“

Mit dem sehenswerten Schuss von der Strafraumgrenze hat Benes sicherlich keine schlechte Bewerbung bei Trainer Bo Svensson abgegeben, in der kommenden Partie am Freitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen den FC St. Pauli von Beginn an zu spielen. In Mainz war Benes erst nach 72 Minuten eingewechselt worden. Danach konnte er das Spiel seiner Mannschaft aber stark beleben.

Gegen St. Pauli dürfte Benes vielleicht noch ein kleines bisschen mehr motiviert sein, als er es ohnehin schon ist. Schließlich spielte er in den vergangenen beiden Jahren beim Hamburger SV. „Natürlich habe ich das im Hinterkopf. Das nächste Spiel ist gegen St. Pauli. Man kann sagen, dass es für mich wegen der Rivalität zum HSV vielleicht ein anderes Spiel ist“, sagte Benes. „Der HSV bleibt einfach in meinem Herzen. Ich habe mich da sehr wohlgefühlt. Der Verein ist einer der größten in Europa.“

Benes erkennt aber auch an, dass es St. Pauli in der letzten Saison sehr gut gemacht hat. Man dürfe die Mannschaft nach dem Aufstieg auch nicht unterschätzen. Union müsse auf sich schauen, sein Spiel durchziehen und dem Gegner zu Hause keine Chance lassen.

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