Mit Valentin Gendrey steht der nächste millionenschwere Sommer-Neuzugang der TSG Hoffenheim fest. Die Kraichgauer investieren mehr denn je in ihrer Ligageschichte.
TSG holt den nächsten 10-Millionen-Mann
Es geht Schlag auf Schlag. Im Zwei-Tage-Rhythmus verkündet die TSG ihre Neuzugänge. Am Freitag finalisierten die Kraichgauer die Verpflichtung von Mittelstürmer Haris Tabakovic (5 Mio. von Hertha BSC), am Sonntag die des Innenverteidigers Robin Hranac (8 Mio. von Viktoria Pilsen), an diesem Dienstag wurde nun auch der sich längst abzeichnende Transfer von Rechtsverteidiger Valentin Gendrey von US Lecce bestätigt.
Dem Vernehmen nach werden die Hoffenheimer für den Franzosen weitere rund zehn Millionen Euro nach Italien überweisen, 8,5 sofort, den Rest mittels Boni aufgrund überschaubarer Hürden.
Herausforderer für Kaderabek
Der 24-Jährige, der vor drei Jahren für gerade mal 400 000 Euro von Amiens nach Lecce gewechselt war, soll künftig die rechte Außenbahn der TSG verstärken, wo bislang außer Routinier Pavel Kaderabek (32) kein Fachpersonal vorhanden und angesichts der zusätzlichen Europacupaufgaben dringend notwendig war. Gendrey war auf Anhieb mit Lecce in die Seri A aufgestiegen, ist dort seit zwei Spielzeiten Stammkraft und war zwischenzeitlich auch dreimal für Frankreichs U-21-Nationalelf aktiv.
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Damit setzt Hoffenheim die Investitionsoffensive dieses Sommers fort. Vor den Erwähnten hatte die TSG bereits Alexander Prass aus Graz (9,5 Mio.) und Adam Hlozek aus Leverkusen (18 Mio.) geholt. Insgesamt türmen sich die Ausgaben diesen Sommer bereits auf 50,5 Millionen Euro, nie zuvor hatte die TSG innerhalb eines Transferfensters so hohe Ausgaben verbucht, erst einmal zuvor hatte der Bundesligist innerhalb beider Perioden diese Marke übertroffen und in der Spielzeit 2019/20 insgesamt 55,65 Mio. für Neuzugänge investiert (32,85 Mio. im Sommer), kassierte in jener Saison aber auch 122,1 Mio. für Abgänge.
Die TSG ist längst noch nicht fertig
Dabei sind noch nicht sämtliche Verstärkungen an Bord. Weiter wird nach einem zweiten Innenverteidiger gefahndet, das Interesse an Martin Vitik von Sparta Prag ist noch nicht erloschen, der 21-Jährige wird auf einen Marktwert von zwölf Millionen Euro taxiert.
Zudem wird aber auch noch nach einem Stürmer Typ Tiefensprinter gesucht, nachdem Ihlas Bebou lange ausfällt und Maximilian Beier nach Dortmund verkauft wurde. Das Eigengewächs hatte eine Basisablöse von 28,5 Millionen Euro eingebracht, zudem gingen Nachzahlungen aus dem Verkauf von Georginio Rutter über rund sechs Millionen Euro ein, eine Million überwies Nürnberg für Julian Justvan. Macht in Summe Einnahmen von 35,5 Millionen und eine Defizit von 15 Millionen Euro. Vorerst.

