Stehaufmännchen Bell hat nach seinem Comeback für Mainz „Lust auf mehr“

Ex-Kapitän Stefan Bell hat schwere Zeiten hinter sich. Wegen einer Herzmuskelentzündung fiel er das komplette erste Halbjahr aus. Jetzt feierte er sein Bundesliga-Comeback im Trikot von Mainz 05.

Schöne Überraschung am 33. Geburtstag

„Ich habe schon jetzt in beiden Spielen mehr Minuten gehabt, als ich erwartet habe. Von daher bin ich da voll im Soll und habe Lust auf mehr“, betonte Stefan Bell nach dem 1:1 von Mainz 05 gegen Union Berlin. Im DFB-Pokal stand er in der Woche zuvor 35 Minuten auf dem Platz. Sein letztes Bundesligaspiel hatte Bell direkt vor der Winterpause bestritten. Danach erwischte ihn ein grippaler Infekt, aus diesem dann eine leichte Herzmuskelentzündung resultierte, was ein monatelanges Sportverbot nach sich zog.

„Ich konnte zum Glück zwei Wochen vor Saisonende wieder ins Training einsteigen. Das war moralisch noch ganz gut“, erzählte das Mainzer Stehaufmännchen. Bell hatte sich nach einer schweren Knöchelverletzung zu Beginn der Saison 2019/20 Anfang 2021 schon einmal nach einer noch längeren Pause zurückgekämpft.

Während der diesjährigen Sommerpause setzte der Innenverteidiger nur eine Woche aus, trainierte ansonsten durch. „Dadurch war die Grundfitness in der Vorbereitung ganz gut. Ich habe mich dann Woche für Woche besser gefühlt, was auch in den Testspielen zum Ausdruck kam“, stellte er zufrieden fest.

Entwarnung bei Leitsch

Dass er als Einwechselspieler an seinem 33. Geburtstag schon nach einer halben Stunde ran durfte, hing mit dem Ausfall von Maxim Leitsch zusammen, der nach einem Schlag gegen die Brust vom Platz gehen musste. Was sich aber als weniger schwerwiegend erweist, Leitsch nimmt in dieser Woche das Training wieder auf.

„Das ist immer so eine Sache, überraschend in der Mitte der ersten Halbzeit eingewechselt zu werden. Aber es hat direkt gut funktioniert. Deswegen bin ich da erst mal zufrieden“, bilanzierte Bell. Die FSV-Dreierkette ließ so gut wie nichts zu, hatte die Union-Stürmer weitgehend im Griff, die größte Gefahr ging von Fernschüssen der Berliner aus. Bells Zweikampfquote von 50 Prozent ist allerdings auf jeden Fall ausbaufähig.

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